Beiträge über Anwendungen und Indikationen

Schnarchen, Schlafapnoe und ihre Behandlung – Was Sie wissen sollten

Schnarchen ist ein Problem, in der Regel aber keine Krankheit

Schnarchen ist nicht nur eine erhebliche Eigenbelastung, sondern auch für Partner ein häufig unerträgliches und störendes Geräusch. Es wurden Lautstärken bis zu 90 Dezibel (in 25 cm Abstand) gemessen, was sogar den Lärm von Rasenmähern und Presslufthämmern (75-85 dB) übertrifft. Gelegentliches Schnarchen, vor allem nach Alkoholkonsum oder bei Erkältungen ist im Regelfall unbedenklich. Schnarchen mit einhergehenden häufigen Atemaussetzern gilt als behandlungsbedürftig, vor allem, wenn sich Betroffene ständig unausgeschlafen fühlen.

Schnarchen ist für Partner ein häufig unerträgliches und störendes Geräusch.

Schnarchen ist für Partner ein häufig unerträgliches und störendes Geräusch.

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CPAP Beatmung

CPAP Beatmung – Uns hilft nicht, wer uns Krücken leiht

Hilft CPAP und andere Druckbeatmung tatsächlich gegen Herzinfarkt und Schlaganfall?

CPAP Beatmung, BIPAP und ASV sind Formen gerätetechnischer Überdruckbeatmungen, die in der Therapie des obstruktiven Schlafapnoesyndroms als Goldstandard gelten. Weil es sich um rein symptomatische Behandlungen handelt, müssen Patienten ihre „Krücken“ bis zur Bahre täglich anwenden, wenn sie ihre nächtlichen Atemprobleme reduzieren wollen. Regelmäßige Kontrollen ihres Schlafes, der Hygiene und Technik gehen einher. Kein Wunder, dass viele Anwender irgendwann aufgeben: An den Ursachen ändert sich schließlich nichts und jede Nacht ohne „Krücken“ macht dies wieder bewusst.

Geräte zur Überdruckbeatmung eroberten schnell die Kosten-Hitliste der medizintechnischen Versorgungen und die Tendenz ist ungebrochen.

Wissenschaftliche Belege für die zahlreichen positiven Wirkungen im Hinblick auf die präventiven Wirkungen der PAP-Therapie relativieren sich maßgeblich durch neue, internationale Studien. Aussagen, dass frühzeitige PAP-Therapien vor lebensbedrohende Erkrankungen von Herz und Gehirn schützen, leiten sich hauptsächlich aus wenig potenten Studien, scheinbar plausiblen Erklärungen, herstellerfinanzierten Dokumentationen, sowie Akklamationen von Experten und Anwendern ab. Die den Studienergebnissen implizierten Kernaussagen erfüllen die Kriterien einer linearen Logik: Wer nachts unbeobachtet zu wenig atmet und seine Organe nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt, muss dem Ende nah sein! Wehe dem, der da widerspricht!

Die zitierten neueren Studien, die sich erstmals auf eine Klientel von mehreren tausend Patienten stützen und mit internationaler Beteiligung durchgeführt wurden, relativieren die bisherigen Annahmen. Untersucht wurden 2717 Patienten aus 89 Zentren in sieben Ländern. Bei allen bestanden ein Schlaf-Apnoe-Syndrom und gleichzeitig koronare Herzkrankheiten, Schlaganfälle oder andere zerebrovaskuläre Vorerkrankungen. Es zeigte sich, dass die Häufigkeit von Herzinfarkten, Hirninfarkten, Herzinsuffizienz und Todesfällen in den Gruppen die Geräte zur Druckbeatmung anwendeten sich keineswegs reduzierte, sondern sogar anstieg.

Durch Anwendung eines Gerätes für adaptive Servoventilation, das hauptsächlich bei Patienten mit Cheyne-Stokes-Atmung angewendet wird und als technische Optimierung der PAP-Geräte gilt, erhöhte sich die Sterbequote signifikant und das, obwohl das Gerät die Anzahl der Atemaussetzer drastisch reduzierte. Als eine mögliche Ursache wägen die Forscher Ulysses Magalang vom Wexner Medical Center, Columbus und Allan Pack von der Perelman School of Medicine in Philadelphia u.a. Komponenten der Beatmung, u.a. den ständigen positiven Atemwegsdruck, den das Gerät erzeugt. Auch die Autoren der Jama Studie (2017), die sich immerhin auf 7266 Patienten stützt, konnten keine Reduzierung von Risiken und Todeseintritt bei cardiovasculären Erkrankungen feststellen, egal ob die Patienten mit PAP Geräten versorgt waren oder nicht.

Diskussion

Medizinische Anwendungen müssen in erster Linie die Behandlungen von Ursachen fokussieren. Nur so besteht für den Patienten die Aussicht auf ein gesundes, unabhängiges Leben.
Andauernde auf Langzeit angelegte symptomatische Versorgungen mit Geräten (Krücken) sollten nicht zum Standard werden. Oft wirkt sich der Einsatz zwar spontan positiv auf das Symptom aus, damit einhergehende negative Veränderungen stellen sich in der Regel erst später ein und werden der ursprünglichen Anwendung nicht zugeordnet. Lange Anwendungen von „Krücken“ bleiben niemals ohne Folgen. Sie verursachen zumindest kompensatorische Umstellungen von Bewegungs- und Funktionsmustern. Diese neurophysiologischen Veränderungen, nehmen Einfluss auf das parasympathische Nervensystem und Organaktivitäten.

Dies und mehr sind auch die Folgen von Langzeitdruckbeatmung. Wobei die Autoren diese Therapie deswegen nicht grundsätzlich in Frage stellen. Wenn es wichtig ist, die nächtliche Atmung spontan zu optimieren, sind PAP-Methoden angezeigt. Vorher oder parallel, sollten jedoch auch Maßnahmen getroffen werden, die an der Ursache für das bestehende Atemproblem ansetzen. So kann einer lebenslangen – u.U. negativen – Geräteabhängigkeit entgegengewirkt werden. Bei der obstruktiven Schlafapnoe sind Gewebe und Muskeln im Mund- und Rachenraum erschlafft. Sie verengen und verschließen die Atemwege. So liegt es nahe, speziell diese ursächlichen Probleme positiv umzustellen. Das kann in der Regel weder gerätetechnisch noch chirurgisch korrigiert werden, weil die Ursachen in beiden Fällen bestehen bleiben. Allein durch Training von Muskeln und die Bahnung neurophysiologischer Bewegungsmuster und Funktionen, können sich stabile Korrekturen einstellen.

Bei der Behandlung der „Volkskrankheit Nr. 1“  – Rückenschmerzen, wurde der Stellenwert von Muskulatur und Funktion längst erkannt. So wurden früher Wirbelsäulenprobleme meist durch stützen und ruhigstellen behandelt, um vermeintlich schädliche Bewegungen zu reduzieren. Später folgten Operationen  unterschiedlicher Techniken. Seit einigen Jahren jedoch sind die weitaus erfolgreicheren Trainingsmethoden gegen Rückenleiden  zum „standard of art“ geworden. Die Betroffenen werden mobilisiert. Muskeln und Haltung werden trainiert, um den Rücken zu stabilisieren.

Konsequenzen

Uns hilft nicht, wer uns Krücken leiht, sondern wer uns Gehen lehrt.
(Charles Tschopp)

Bei Problemen im Mund, im Rachen und bei der Atmung reduziert sich die Behandlung immer noch auf die Ansätze:

Krücken anwenden, Stützen und Schneiden.

Training steht in den meisten Fällen nicht auf dem Plan, obwohl Mund, Rachen, Gesicht und Kopf so viele Muskeln und feinste Muskelkettenfunktionen aufweisen, wie es nirgendwo anders im menschlichen Körper vorkommt. Stören funktionelle und muskuläre Abweichungen dieses feinabgestimmte System, ist ein neurophysiologisches Training zur Korrektur erforderlich.

Schema: Vollständiger Verschluss der Atemwege im Rachenbereich

Bei der obstruktiven Schlafapnoe verursacht erschlafftes Gewebe im Rachenbereich einen wiederkehrenden Verschluss der Atemwege.

Nur so kann das Übel an der Wurzel bekämpft werden. Die Ursachen für verengte oder versperrte Atemwege sind mit korrigierenden Übungen zu behandeln. Wie bei dem Beispiel des Rückenleidens ist eine konsequente Trainingstherapie erforderlich.

Face Former Therapie

Zum Beispiel mit der Face Former Therapie steht dem Behandler und dem Patienten ein komplexes Übungsprogramm zur Verfügung. Es zielt auf die Behandlung der Ursachen für Schnarchen und Schlafapnoe ab. Erschlaffte Muskulatur wird trainiert, falsche Bewegungsmuster und Fehlfunktionen werden korrigiert.

Dr. Klaus und Sabine Berndsen
(Rehabilitologen, ISST-Unna.de)

Die ursachenorientierte Face Former Therapie mit dem Dr. Berndsen FaceFormer kann eine wirksame Alternative zur CPAP Beatmung sein.

Der FaceFormer ist das patentierte Trainingsgerät für die wirksame, ursachenorientierte Behandlung von Schnarchen und Schlafapnoe.


FaceFormer-Therapie gegen CMD – Craniomandibuläre Dysfunktion

Cranio-Mandibuläre-Dysfunktion – CMD wird als Oberbegriff für Beschwerden im Kausystem verwendet.
(Cranium = Schädel, Mandibula = Unterkiefer, Dysfunktion = Funktionsstörung)

CMD – Was, Wie, Warum?

Hauptsächlich geht es bei craniomandibulären Dysfunktionen um Schmerzen oder Bewegungsstörungen im Kiefergelenk (Arthropathien) oder der Kaumuskulatur (myofaszialer Schmerz), um eingeschränkte Mundöffnung, einen angeblich falschen Aufbiss (Okklusiopathie) und andere Symptomatiken. Auch Kopf-, Nacken- und Rückenschmerzen, letztlich Schmerzen von oben bis unten, sowie Tinnitus, Schwindel und Schluckbeschwerden werden oft dem Ursachenkomplex der CMD zugeordnet.

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Schwindel

Warum wirkt FaceFormer Therapie gegen Schwindel?

Äußere Einflüsse, die Schwindel auslösen können

Jeder hat schon mal die Erfahrung gemacht, dass schnelle Drehbewegungen, z.B. auf dem Karussell, der Aufenthalt in großer Höhe oder übermäßiger Alkoholkonsum Einfluss auf das Gleichgewichtsorgan nehmen und spontan Schwindel auslösen können. Allerdings werden die so ausgelösten Reaktionen sehr unterschiedlich wahrgenommen. Was dem einen sogar Spaß macht, weil er die Irritation gut toleriert, ist es für den anderen unerträglich und er wird sich diesen Einflüssen künftig nicht mehr aussetzen.

Innere Einflüsse, die Schwindel auslösen können

Schwindel tritt auch ohne äußere Einwirkungen auf. Fehlreize auf das Gleichgewichtsorgan des Menschen, das mit dem für das Hören zuständige Innenohr in Verbindung steht und zentrale Irritationen im Gehirn des Menschen, sind wahrscheinlich die häufigsten Ursachen.  Aber auch Entzündungen, Herzprobleme, Kreislaufstörungen, Stoffwechselprobleme, Gefäßprobleme, psychische Einflüsse etc. müssen beachtet werden.

Erscheinungsformen des Schwindels

Drehschwindel, Lagerungsschwindel, Schwankschwindel, Schwindel, der einen nach oben oder unten zieht und Schwindel der Benommenheit auslöst, entsprechen den Beschreibungen von Schwindel, wie ihn Betroffene wahrnehmen. Bei der Menièrschen Krankheit (Morbus Menière) kommen verschiedene Symptome zusammen. Typisch sind Drehschwindel-Attacken, Übelkeit, manchmal sogar Erbrechen, Ohrgeräusche (Tinnitus) und Schwerhörigkeit.

Schwindel tritt oft plötzlich und ohne Vorzeichen auf. Die Ursachen sind vielfältig.

Schwindel tritt oft plötzlich und ohne Vorzeichen auf.

Bei jeglichem Schwindel können Schwindelattacken von einer Sekunde zur anderen, ohne Vorzeichen, auftreten. Sie sind von unterschiedlicher Dauer – Sekunden, Minuten, Stunden. Langanhaltende Schwindelanfälle – über Tage, Monate oder immer andauernde – werden als Dauerschwindel oder chronischer Schwindel klassifiziert.

Ursachenvermutungen

Die Ursachen für Schwindel können vielfältig sein und Ärzte haben diverse Möglichkeiten der Diagnose. Ein typisches Zeichen für Drehschwindel sind z.B. ruckartige Augenbewegungen (Nystagmus). Die Richtung der schnellen Augenbewegungen sind Hinweise für die Betroffenheit des Gleichgewichtsorgans, des Gleichgewichtsnervs oder der Nervenbahnen im Gehirn.

In sehr vielen Fällen, bleiben die Ursachen für Schwindel und damit einhergehende Beeinträchtigungen unerkannt und Behandlungen folgen eher dem Zufallsprinzip.

Therapie bei Schwindel

Standardbehandlungen bei Schwindel sind Anwendungen von Antibiotika, durchblutungsfördernden Mitteln und Kortison. Sogenannten Antivertiginosa können Schwindel und Übelkeit lindern, beeinflussen aber nicht die Ursache. Sie sollten wegen erheblicher Nebenwirkungen immer nur kurzfristig und mit Kontrolle durch einen Arzt eingesetzt werden. Ginkgo oder Ingwer werden als pflanzliche Mittel angewendet. In den meisten Fällen, vor allem bei älteren Menschen, ist ein Gleichgewichtstraining wichtig. Bei Tumoren oder Gefäßproblemen sind auch Operationen angezeigt.

FaceFormer Therapie bei Schwindel und Morbus Menière

Die Annahme, dass in erster Linie Ventilationsstörungen zum und im Mittelohr eine Vielzahl von Erkrankungen und Problemen auslösen, ist eine der Grundannahmen des Therapieansatzes mit dem Face Former. Fehlender Luftaustausch und fehlender Druckausgleich verursachen Fehlfunktionen im Mittelohr. Entzündliche Prozesse (Mittelohrentzündung) und gestörte Drucksituationen mit Auswirkungen auf das Membransystem von Innenohr und Gleichgewichtssystems sind die Folgen. Sie nehmen einen schädigenden Einfluss auf Hören und Balance. Ein falscher oder gestörter Funktionsablauf von Atmung, Schlucken, Mundschluss, Zungenposition etc. verursacht massive Belastungen im System und muss korrigiert werden. Dies trifft auf jedes Lebensalter zu. Harmonisch funktionierende komplexe Muskelkettenfunktionen des Mundraums und Rachenraums in Verbindung mit Atmung und Schlucken, sind Voraussetzung dafür, dass diese wichtigen Mechanismen gelernt und ständig, also auch unbewusst, korrekt ausgeführt werden. So lange die konsequent nötigen Funktionen durch falsche Bewegungsmuster kompensiert werden, verschlechtert sich die Gesamtsituation permanent und zwar nicht nur in den bereits betroffenen Funktionssystemen, sondern auch in weiter entfernt liegenden Segmenten des menschlichen Organismus.

Wirkungsweise der Face Former Therapie

Die Face Former Therapie ist auf die Stabilisierung der Funktionen von Mundregion, Rachenregion, Atmung, Kopfbalance, Hals und Körperstatik angelegt. Sie stabilisiert die notwendigen Muskelkettenfunktionen, aktiviert Hirnnervenfunktionen und automatisiert korrekte Bewegungsmuster. Im Falle von Schwindel und Hörstörungen werden Mechanismen von Belüftung und Druckausgleich im Mittelohr maßgeblich optimiert. Die Face Former Therapie wird mindestens 6 Monate durchgeführt, auch wenn Erfolge bereits nach kurzer Zeit eintreten. Nur so fügen sich die Prozesse von Stabilisierung und Automatisierung zusammen, was Rückfälle in den alten Zustand vorbeugt.

Dr. Klaus und Sabine Berndsen
(Rehabilitologen, ISST-Unna.de)

Die ursachenorientierte Face Former Therapie mit dem Dr. Berndsen FaceFormer kann eine wirksame Alternative zur CPAP Beatmung sein.

Der FaceFormer ist das patentierte Trainingsgerät für die ursachenorientierte Behandlung von Schwindel und Morbus Menière.


Aktiv-Kosmetik mit FaceFormer-Training

Gesundheit und Schönheit

FaceFormer-Therapie - Mit Kopf zu Ziel

Ursprünglich wurde der FaceFormer für Menschen entwickelt, die an ernstlichen gesundheitliche Probleme leiden, beispielsweise Schluckstörungen, Hörstörungen, Tinnitus, Gesichts-, Kiefer-, Hals-, Rückenschmerzen, Schnarchen, Schlafapnoe oder Atemschwierigkeiten.

Bei den Anwendern stellen sich aber auch gravierende kosmetische Wirkungen ein: Gesichtsmuskel- und Gesichtshautspannung, Straffung von Kinn- und Halsregion (Doppelkinn), Gesichtssymmetrie, Lippenspannung, Mundschluss, verbesserte Kopf- und Körperhaltung, optimierte Atmung.

Gewöhnliche Kosmetikprodukte wirken passiv

Es ist eine unbestrittene Tatsache, dass sich unser Körper allein durch aktives Muskeltraining strafft und ihn in Form hält. Natürlich trifft dies auch für die Kopf, Hals und Gesichtsregion zu. Trotzdem versuchen die meisten Menschen ihr Antlitz allein passiv, durch Schönheitsmittel (Kosmetika), Unterspritzungen etc., zu korrigieren. Treten durch Schönheitsmittel überhaupt Reaktionen ein, halten diese in der Regel kaum mehrere Stunden an. Langzeitanwendungen spezieller Kosmetika können sogar organschädigende Wirkungen hinterlassen.

Aktiv-Kosmetik – So geht’s

Halten Sie sich an die Übungsanweisung und trainieren Sie regelmäßig. Einige wenige und einfache Übungen, etwas Disziplin, geringer Zeitaufwand und oft schon nach 3-4 Wochen stellt sich einen überzeugenden Erfolg ein. Danach noch 2 bis 3mal wöchentlich üben.

Auch vor und nach Schönheitsoperationen: FaceFormer Training optimiert und erhält.

Tun Sie besser selbst etwas

FaceFormer Training – Aktives Üben für Ihre Schönheit

Aktiv-Kosmetik durch FaceFormer-Training

Aktiv-Kosmetik durch FaceFormer-Training

FaceFormer-Training bewirkt eine natürliche Haut-/Gewebestraffung und Muskelkräftigung. Es fördert die Durchblutung in im Bereich von Gesicht und Hals, ebenso wie ein natürliche Kopf- und Körperhaltung, akkurate Muskel-Koordinationsdynamik, Funktionskorrektur, harmonische Balance, Symmetrie und optimierte Atmung.


Nackenschmerzen

Hauptursachen für Nackenschmerzen und Rückenschmerzen

Ursache und Wirkung

Wie bei den meisten Schmerzphänomenen im menschlichen Körper, können auch für Schmerzen in der Region von Kopf, Schulter, Nacken und Rücken zahlreiche Ursachen angenommen werden. Mit einer Häufigkeit von ca. 99 Prozent sind aber Muskelverspannungen, die sich als Folgen von statischen Fehlhaltungen und Fehlbelastung einstellen, die Schmerzursache. Verschleiß ist die Folge dieser sich ständig wiederholenden Einflüsse. Hinzu kommen typische Abnutzungen, die mit zunehmendem Alter einhergehen. Für beide Fälle gilt, dass Verschleiß nicht grundsätzlich zu einem Schmerzproblem führen muss. Trotz degenerativer Veränderungen, bleiben wahrscheinlich die meisten Menschen überwiegend schmerzfrei. Bei den anderen hingegen stellen sich früher oder später Schmerzen ein, die intermittierend auftreten oder zu resistenten Dauerschmerzen (chronischen Schmerzen) werden.

Fehlhaltungen, überbelastete und verspannte Muskeln sind und bleiben Hauptursachen für Nackenschmerzen und Rückenschmerzen.

Wer ist betroffen?

Es drängt sich die Frage auf – Warum empfindet eine Gruppe früher oder später Schmerzen und die andere, trotz gleicher Verschleißerscheinungen, nicht?

  1. Ein wichtiger, immer zu berücksichtigender Grund, ist die individuelle Beschaffenheit und Veranlagung des menschlichen Individuums. Sie variieren in allen Facetten der körperlichen und psychischen Konstitution. Krankheit und Belastungen haben somit bei jedem Menschen völlig unterschiedliche Auswirkungen und Ausprägungen.
  2. Auch äußere Belastungen im Alltag oder am Arbeitsplatz und daraus resultierende Überbelastungen sowie Fehlbewegungen können ursächlich an dem Entstehen von Schmerzen beteiligt sein.
  3. Häufig gehen Schädigungen aber auch von fehlgeleiteten körpereigenen Funktionen aus. Trotz ihrer Fehler können sie Haltung und Bewegung gewährleisten, nehmen aber an unterschiedlichen Stellen negativen Einfluss. Solche Störungen entstehen meist schon in frühen Entwicklungsphasen der Menschen. Ein Zeitpunkt, zu dem unzählige komplexe Routinen erlernt werden, die alle willkürlichen und unwillkürlichen Funktionsabläufe steuern. Beispiele dafür sind das Stehen, das Laufen, das Fühlen, das Hören, das Sprechen, das Schlucken und die Atmung. Diese Fähigkeiten basieren auf einer Anlage, die der Mensch mit auf die Welt bringt. Spätere äußere Reize sorgen für eine differenzierte qualitative Entwicklung.

Kopfbalance

Zum Beispiel wird die Atmung selbstverständlich sofort nach der Geburt problemlos realisiert, da das Neugeborene sonst nicht lebensfähig wäre. In der Folge kann sich die Atmung aber zu einem falschen Atemmuster ausprägen. So stellt sich, die für den Menschen wichtige Nasenatmung, durch verschiedene negative Einflüsse zur Mundatmung um. Beide führen zwar zur notwendigen Atemluftversorgung. Atmet man gewohnheitsmäßig durch den Mund, findet die dringend erforderliche Reinigung, Erwärmung und Befeuchtung der Atemluft nicht statt. Darüber hinaus fehlen Impulse, die zur Entwicklung von Koordination der Atemmuskulatur und Lungenfunktion beitragen.

Somatische Routinen

Es sind äußere Störfaktoren und Irritationen, die korrekte Entwicklungen von Funktionen und Haltungen beeinflussen und diese durch Fehlfunktionen kompensieren. Letztere entwickeln sich zunehmen zur schädlichen Gewohnheit. Jede sich einstellende Gewohnheit (Automatisierung) wollen wir künftig mit dem Begriff „somatische Routine“ definieren. Somatische Routinen haben lebenslangen Bestand, und zwar unabhängig davon, ob sie korrekt oder falsch sind. Sind sie negativ, sollten sie korrektiv behandelt werden.
Persistierende falsche Funktionsmuster, abweichende Haltungen und Bewegungen, verursachen schließlich Schädigungen, die bei Überschreitung einer Toleranzschwelle zu Schmerzen führen können.

Dauernde Kompensation bewirkt Schädigung

Auf der Basis der o.a. Annahmen ist zu resümieren:

Die eine Gruppe leidet unter natürlichem altersbedingen Verschleiß. Der gesamte Organismus stellt seine Entwicklung darauf ein und es kommt zu ständigen Anpassungen (Adaption). Dieser normale Verlauf kann durch kurzfristige Überbelastungen, die dem Körper von außen zugefügt werden (z.B. schweres Heben) zwar gestört werden, der daraus resultierende Schmerz ist aber vorübergehend. Es liegt zwar eine Schädigung vor, Schmerzen werden aber seltener, geringer oder gar nicht empfunden.

Bei der anderen Gruppe bestehen resistente funktionelle Abweichungen, die durch fehlgeleitete „somatische Routinen“ kompensiert werden. Durch Verschlechterung der Haltung, Ausweitung der Belastungsstärke und der sich immer wiederholenden Fehlreize wird die Belastungsgrenze zunehmend, bis hin zum Schmerzbereich, überschritten. In solchen Fällen bleiben die Schmerzen in der Regel bei variierender Intensität andauernd bestehen (chronische Schmerzen).

Das folgende Beispiel kann den Zusammenhang von Kompensation und Schädigung noch einmal verdeutlichen: Wollen wir nach einer Beinverletzung weiter laufen, können wir dies durch „Humpeln“ kompensieren. Die ursprünglich gelernte Laufbewegung wird durch ein neues Bewegungsmuster ersetzt. Diese „somatische Routine“ führt zu einer funktionellen Umstellung und bewirkt eine Fehlbelastung des Gesamtsystems. Müssten wir sie über Wochen und Monate beibehalten, käme es zu Schäden an Gelenken, Bändern, Muskeln und zur Schädigung des korrekten Gangmusters.

Kompensation

Anhaltendes Kompensationsverhalten kann zur schädigenden Fehlbelastung führen.

Fehlfunktionen und Muster müssen korrigiert werden!

Dauerhaft bestehende Kompensationsbewegungen können nur aufgehoben werden, wenn Fehlfunktionen durch korrekte Bewegungsmuster und Haltungsmuster ersetzt werden. Die Umstellung ist ausschließlich durch ein spezielles und systematisches Training zu erreichen. Dieses ist konsequent bis zur Automatisierung zur positiven – somatischen Routine – durchzuführen.

Die Relevanz der Kopfbalance

Ein wesentlicher Faktor, der sich auf die gesamte Körperstatik auswirkt, ist eine instabile Kopfbalance. Sie ist wahrscheinlich eine der Hauptursachen für Schmerzen im Nacken, Gesicht und Rücken. Der aufrechte Gang des Menschen erfordert ein balanciertes statisches System. Abweichungen davon, führen zu sichtbar starken Belastungen von Halswirbelsäule, Lendenwirbelsäule, Hüftgelenk und Knie. Tatsächlich belasten sie die gesamte Körperstatik. Muskeln, Sehnen und Gelenke passen sich der falschen Haltung und Bewegung an. Das Problem wird durch ständige Reizauslösungen (Trigger) aufrechterhalten und verschlimmert.

Eine weitere abweichende Entwicklung, die stets einem völlig anderem Ursachenkomplex zugeordnet wird, sind die Zahnstellungsprobleme und die Kieferfehlstellungen. Kaum bekannt ist, dass auch diese durch abweichende Kopfbalance und begleitende Fehlfunktionen mitverursacht werden können. Zahnstellungen und Kieferformen verändern sich oftmals wieder zum Negativen, obwohl eine mehrjährige Behandlung erfolgte. Kopfhaltende, kopfstabilisierende, sowie andere wichtige Funktionsbereiche bleiben bei diesen rezidivierenden Behandlungsergebnissen oft unberücksichtigt. Aber gerade die Korrektur solcher Funktionen ermöglicht und festigt den dauerhaften Erfolg der kieferorthopädischen Behandlung.

Schmerztherapie

Dass sich die meisten Menschen Schmerzen keineswegs nur einbilden, muss grundsätzlich unterstellt werden. Sie leiden nicht selten unter unerträglichen Schmerzen. Kombinierte Schmerzbehandlungen (multimodale Schmerztherapie), die eine interdisziplinäre Behandlung von Patienten vorsehen, zielen u.a. auf die Behandlung chronischer Schmerzen ab. Die Anwendung von Schmerzmitteln, individuell für den Patienten angepasst, ist in der Regel erforderlich. Physikalische Behandlungen sind ein weiterer Bestandteil der Versorgung und in wenigen Ausnahmefällen kann eine Operation angezeigt sein.

Nackenschmerzen und Rückenschmerzen

FaceFormer Therapie bei Nackenschmerzen, Gesichtsschmerzen, Kopfschmerzen, Rückenschmerzen

Die Inhalte und Variationen physikalischer Behandlungen sind vielfältig. Sie zielen auf die Stabilisierung und Korrektur unterschiedlichster Muskelfunktionen und Bewegungsmuster ab.

Wenig Berücksichtigung finden jedoch die Funktionssegmente, die u.a. für die Kopfbalance, die Kieferbewegungen und die damit in Verbindung stehenden Auswirkungen auf Nacken, Schultergürtel und Rücken verantwortlich sind.

Die FaceFormer Therapie zielt auf alle wichtigen Funktionen ab, welche die Kopfhaltung und Kopfbalance und folgend die gesamte Körperstatik stabilisieren. Einbezogen werden komplexe Muskelkettenfunktionen, die für die Feinabstimmung des koordinierten Systems benötigt werden. Es sind u.a. auch Muskeln, die, der Zunge folgend, am Kopf ansetzen und ihn mit dem Rumpf des menschlichen Körpers verbinden. Erst korrigierte Spannungsverhältnisse dieses Systems ermöglichen eine ausgewogene Balance. Mit der FaceFormer Therapie wird gleichzeitig Einfluss auf die Funktionskreise von Kieferbewegung und Kieferposition sowie auf die Zungenbewegung und die Atmung, genommen. Sie unterstützt die notwendige Stabilität. Erst das korrekte Zusammenspiel dieser Funktionskreise stabilisiert das Gesamtsystem, wandelt negative Muster in positive Muster um und trägt dazu bei, den Rückfall in den alten Schmerzzustand zu verhindern.

Die FaceFormer Therapie ist bereits unzähligen Menschen mit Schmerzen zur schnellen und wirksamen Hilfe geworden. Zu beachten ist, dass nur durch konsequente und korrekte Anwendung (gem. Anleitung), das angestrebte Ziel – frei von Schmerzen zu sein- erreicht werden kann. Das Training wird so lange durchgeführt bis sich die notwendigen „somatische Routine“ (Automatisierung, Musterbildung) eingestellt hat.
Die Erfahrung hat gezeigt, dass die FaceFormer Therapie problemlos auch in die Behandlungskonzepte unterschiedliche medizinischer Disziplinen, wie z.B. Kieferorthopädie, Zahnmedizin, HNO-Medizin, Orthopädie, Kinderheilkunde sowie der Osteopathie, Physiotherapie und Logopädie integriert werden kann.

Dr. Klaus und Sabine Berndsen (Rehabilitologen)


Nimmt FaceFormer-Therapie Einfluss auf Diabetes?

Frage eines Therapeuten/Arztes vom 16.02.2011

Wir haben sehr viele Patienten, die wir mit der FaceFormer-Methode therapieren. Einige von Ihnen leiden auch unter Diabetes. Diabetische Patienten, welche die FaceFormer-Therapie aus völlig anderen Gründen angewendet haben, informierten uns, dass sich während der Behandlung ihr Blutzuckergehalt innerhalb von wenigen Tagen reduziert hat. Wir sollten dazu eine Erklärung abgeben. Spontan konnten wir keine Gründe nennen und wenden uns daher an Sie – Dr. Berndsen – da Sie Diabetes auf der Indikationsliste zur FaceFormer-Therapie vermerkt haben. Unsere Frage ist, ob Sie die beschriebenen Reaktionen kennen und kausale Zusammenhänge erklären können.

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