CMD verstehen: Ursachen statt Symptome behandeln

CMD: Nie wieder Schiene? Die 3 wahren Ursachen deiner Kieferprobleme

So kannst du deine Probleme selbst lösen!

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CMD verstehen: Ursachen statt Symptome behandeln

Entdecken Sie, warum herkömmliche Schienen nur vorübergehend wirken und wie die nachhaltige Verbesserung durch Training der Basisfunktionen erreicht wird

Zunge Atemweg

Gesunde Funktion

Im optimalen Zustand arbeiten alle Komponenten des Kausystems harmonisch zusammen. Die Kiefergelenke sind ausbalanciert, die Muskulatur entspannt und die Atmung erfolgt durch die Nase.

Kieferschmerzen
Kieferknacken
Kopfschmerzen
Ohrgeräusche
Nackenverspannung
Zähneknirschen

⚠️ Das Problem bei CMD

  • Mundatmung statt gesunder Nasenatmung
  • Falsche Zungenruhelage
  • Gestörtes Schluckmuster
  • Muskuläre Dysbalance und Verspannungen
  • Fehlbelastung der Kiefergelenke

🦷 Grenzen der Schienentherapie

  • Schiene wirkt wie dauerhaftes Aufbeißen – ständiger Reiz
  • Kaumuskulatur wird permanent getriggert und aktiviert
  • Keine Entspannung möglich – Muskulatur erschöpft sich
  • Basisfunktionen (Atmung, Schlucken) bleiben gestört
  • Nach Gewöhnung lässt Wirkung nach – Problem bleibt

FaceFormer-Therapie

  • Trainiert korrekte Nasenatmung
  • Etabliert physiologische Zungenruhelage
  • Normalisiert das Schluckmuster
  • Harmonisiert die Muskelspannung
  • Nachhaltige Verbesserung ohne Dauerbehandlung
Die unbequeme Wahrheit über CMD und Schienentherapie

Millionen Betroffene, Milliarden Ausgaben – und kaum Erfolge

Leiden Sie unter Kieferschmerzen, Zähneknirschen oder haben bereits Ihre dritte oder vierte Aufbissschiene? Dann gehören Sie zu den Millionen Betroffenen, die jährlich tausende Euro für eine Behandlung ausgeben, die nur Symptome bekämpft – nicht aber die wahre Ursache.

Die Wissenschaft ist sich einig: CMD (Craniomandibuläre Dysfunktion) ist selbst nur ein Symptom einer tiefer liegenden Störung. Trotzdem werden Jahr für Jahr Milliarden Euro für Schienentherapien ausgegeben – allein in Deutschland zwischen 2,15 und 4,53 Milliarden Euro jährlich.

Die ernüchternde Bilanz: Der internationale Cochrane-Review bewertet die Langzeitwirksamkeit von Schienen als "niedrig bis sehr niedrig".

Was CMD wirklich ist

Erfahren Sie, warum CMD keine eigenständige Krankheit ist, sondern nur die Beschreibung eines Symptoms. Verstehen Sie das Muskel-Sehnen-Prinzip, das den Schlüssel zur Lösung darstellt.

Warum Schienen versagen

Entdecken Sie den Teufelskreis der Schienenbehandlung und warum sie langfristig keine Lösung bietet. Wissenschaftliche Studien belegen die geringe Langzeitwirksamkeit dieser teuren Behandlung.

Die dauerhafte Lösung

Lernen Sie die drei wahren Ursachen Ihrer Kieferprobleme kennen und wie Sie durch gezieltes Training der Basisfunktionen eine langfristige Besserung erreichen können – ohne teure Hilfsmittel.

Was ist CMD wirklich?

Die medizinische Definition verstehen

CMD steht für Craniomandibuläre Dysfunktion. Diese Bezeichnung beschreibt lediglich, dass im System zwischen Schädel und Unterkiefer etwas nicht richtig funktioniert.

Wichtig zu verstehen: Es ist nur die BESCHREIBUNG eines Symptoms, nicht die ERKLÄRUNG seiner Ursache. Ähnlich wie "Kopfschmerzen" nur beschreibt, dass der Kopf schmerzt, aber nichts über den Grund aussagt.

Cranio = Schädel
Mandibula = Unterkiefer
Dysfunktion = Fehlfunktion

Das Muskel-Sehnen-Prinzip: Der Schlüssel zum Verständnis

Der entscheidende Punkt, den viele Behandler übersehen: Der Unterkiefer wird AUSSCHLIESSLICH durch Muskeln und Sehnen bewegt und gehalten. Ohne diese Verbindungen würde er schlicht herunterfallen.

1
Masseter-Muskel Anatomie
Masseter-Muskel

Der stärkste Muskel des Körpers in Relation zu seiner Größe.

💪 Kann bis zu 80 kg Kaukraft entwickeln!

2
Temporalis-Muskel Anatomie
Temporalis-Muskel

An der Schläfe gelegen, ebenfalls für die Kaubewegung zuständig.

🎯 Spielt eine wichtige Rolle bei der Feinkoordination des Kiefers.

3
Flügelmuskeln (Pterygoideus) Anatomie
Flügelmuskeln (Pterygoideus)

Verantwortlich für Vor-, Seit- und Abwärtsbewegungen des Unterkiefers.

⚡ Häufig Ausgangspunkt von CMD-Schmerzen.

Diese Muskeln bestimmen, wo Ihr Unterkiefer sitzt und wie er sich bewegt. Sind sie nicht richtig koordiniert, entstehen die Symptome, die als CMD bezeichnet werden.

Warum Schienen langfristig versagen

Die wissenschaftliche Evidenz spricht eine klare Sprache

Wissenschaftliche Belege gegen Schienentherapie

Cochrane-Review (Riley et al., 2020)

Der Cochrane-Review – die höchste Stufe wissenschaftlicher Evidenz in der Medizin – bewertet die Langzeitwirksamkeit von Aufbissschienen als "niedrig bis sehr niedrig".

Systematische Übersichtsarbeit: Umfassende Analyse aller verfügbaren Studien zu oralen Schienen bei CMD und Bruxismus. Die Autoren fanden keine überzeugenden Beweise für langfristige Vorteile.
→ Zur Originalquelle (British Dental Journal)
Kuzmanovic Pficer-Metaanalyse (2017)

Diese umfassende Meta-Analyse untersuchte die Wirksamkeit von Okklusionsschienen bei Patienten mit CMD sowohl kurz- als auch langfristig.

Wichtigste Ergebnisse: Während kurzfristig eine gewisse Schmerzreduktion beobachtet wurde, verschwanden die Vorteile der Schienentherapie nach 6-12 Monaten weitgehend. Die Studie zeigt, dass Schienen keine nachhaltige Lösung für CMD-Probleme darstellen.
→ Zur Originalquelle (PLOS One)
Weitere systematische Reviews

Mehrere internationale Übersichtsarbeiten kommen zu ähnlichen Ergebnissen: Schienen können kurzfristig Symptome lindern, bieten aber keine langfristige Lösung für die zugrundeliegenden Probleme der CMD.

Konsens der Wissenschaft: Die Evidenz für langfristige Effekte von Schienentherapien ist schwach. Alternative Behandlungsansätze wie myofunktionelle Therapie zeigen vielversprechendere Langzeitergebnisse.

Der Teufelskreis der Schienenbehandlung

1
Kieferprobleme treten auf (Knacken, Schmerzen, Knirschen)
2
Zahnarzt diagnostiziert CMD und fertigt Schiene an
3
Kurzfristige Symptomlinderung tritt ein
4
Die wahre Ursache bleibt unbehandelt
5
Muskulatur passt sich der Schiene an, wird abhängig
6
Symptome kehren zurück oder verstärken sich
7
Neue Schiene wird angefertigt
8
Der Kreislauf beginnt von vorn

Das Problem mit der Ruheposition

Unter normalen Bedingungen haben Ihre Zähne bei entspanntem Kiefer keinen Kontakt – sie "schweben" mit einem kleinen Zwischenraum von etwa 2-3 mm. Diese natürliche Ruheposition (auch "Ruheschwebelage" genannt) ermöglicht der Muskulatur, sich zu erholen.

Eine Schiene überwindet diesen natürlichen Spalt und zwingt den Kiefer in eine unnatürliche Position. Die Folge: Die Muskulatur wird dauerhaft angespannt statt entspannt. Dies kann langfristig zu einer Verschlechterung der Symptome führen.

Wissenschaftlich belegt: Die dauerhafte Veränderung der Kieferposition durch Schienen kann die natürlichen Reflexmuster stören und zu einer Chronifizierung der Beschwerden beitragen.

Die Tennis-Analogie: Warum Training statt Hilfsmittel

Stellen Sie sich vor, Sie würden zum Arzt gehen und sagen: "Doktor, ich spiele schlecht Tennis. Bitte schienen Sie meinen Arm, damit ich besser spielen kann!"

Absurd, oder?

Tennis-Analogie Illustration

Die richtige Technik macht den Unterschied – beim Tennis wie bei der CMD-Behandlung

Jeder weiß: Um besser Tennis zu spielen, muss man TRAINIEREN. Die Bewegungsmuster müssen durch Übung verbessert werden. Niemand käme auf die Idee, eine mechanische Lösung für ein Koordinationsproblem zu suchen.

Genau das passiert aber bei CMD: Statt die Muskeln zu trainieren, setzt man Schienen ein, die die komplexe Muskelkoordination irgendwie "korrigieren" sollen.

Würden Sie einen Tennisarm mit einer Schiene behandeln oder durch Übungen und korrektes Training? Die Antwort liegt auf der Hand – und genau so sollten wir auch CMD behandeln.

Die drei wahren Ursachen

Gestörte Basisfunktionen als Wurzel des Problems

Mundatmung vs. Nasenatmung: Ein entscheidender Faktor

Studien (Lin et al., 2022) beweisen, dass Mundatmung das CMD-Risiko erheblich erhöht. Bei Mundatmung hängt der Unterkiefer nach unten, die gesamte Muskelspannung verändert sich. Die meisten CMD-Patienten sind Mundatmer.

Die Mechanismen:

  • Mundatmung führt zur Vorverlagerung des Kopfes
  • Erhöhte Belastung des Kiefergelenks
  • Aktivierung des sympathischen Nervensystems (Stressreaktion)
  • Chronische Veränderungen in der Kaumuskulatur

Die korrekte Nasenatmung ist daher ein grundlegender Baustein für die Gesundheit Ihres Kiefergelenks.

Die unterschätzte Macht der Zunge

Bei jedem korrekten Schluckvorgang (etwa 1.500-2.000 Mal täglich!) wird der Unterkiefer automatisch zentriert. Die Zungenspitze liegt dabei an der Papilla incisiva (kleine Erhebung hinter den oberen Schneidezähnen).

Ein falsches Schluckmuster verhindert diese natürliche Selbstkorrektur. Die Zunge ist so stark, dass sie jede Schienenführung problemlos überwinden kann – wenn sie denn richtig funktioniert.

Wichtig zu wissen:

  • Die Zunge kann bis zu 500g Druck ausüben
  • Bei falschem Schluckmuster drückt sie gegen die Zähne statt an den Gaumen
  • Dieser konstante Druck verformt langfristig sogar Zahnstellungen
  • Eine korrekte Zungenposition ist der Schlüssel zur Kieferzentrierung

Wie Ihre Haltung den Kiefer beeinflusst

Die Position Ihres Kopfes beeinflusst direkt die Stellung des Unterkiefers. Probieren Sie es selbst:

  • Kopf nach hinten neigen: Unterkiefer wird nach unten gezogen
  • Kopf zur Seite neigen: Unterkiefer folgt der Bewegung

Eine Studie mit 60 Teilnehmern zeigte: Haltungstraining reduzierte CMD-Symptome um 41,9%, während die Kontrollgruppe nur 8,1% Verbesserung erfuhr.

Die moderne Lebensweise mit stundenlangem Blick auf Bildschirme führt zu einer chronischen Fehlhaltung des Kopfes, was wiederum direkte Auswirkungen auf die Kieferposition hat.

Das Zusammenspiel der Basisfunktionen

Atmung Kopfhaltung Schlucken

Diese drei Funktionen sind wie Zahnräder eines Uhrwerks miteinander verbunden:

  • Die Atmung beeinflusst die Kopfhaltung
  • Die Kopfhaltung beeinflusst das Schlucken
  • Das Schlucken beeinflusst die Atmung

Fällt eine Funktion aus, leiden alle anderen mit. Eine Schiene greift in keines dieser Zahnräder ein!

CMD als Symptom eines größeren Problems

Neurologische Zusammenhänge

Der Trigemino-zervikale Kern bildet die neuroanatomische Basis für Schmerzübertragung zwischen Nacken und Gesicht. Diese "Konvergenztheorie" erklärt, warum CMD selten isoliert auftritt.

Nervenbahnen im Nacken und Kiefer sind eng miteinander verbunden, wodurch Schmerzen und Funktionsstörungen von einem Bereich zum anderen "überspringen" können. Dies erklärt, warum CMD-Patienten oft multiple Symptome in verschiedenen Körperregionen haben.

Häufige Begleiterscheinungen

Die Forschung zeigt beeindruckende Zusammenhänge: Bis zu 75% der CMD-Patienten erfüllen die Kriterien für Fibromyalgie. CMD tritt häufig gemeinsam auf mit:

Kopfschmerzen und Migräne
Nackenschmerzen
Tinnitus
Schlafstörungen
Rückenschmerzen
Reizdarmsyndrom
Obstruktive Schlafapnoe

Diese Muster zeigen: CMD ist keine isolierte Kieferstörung, sondern oft Teil gestörter Körperfunktionen.

Die Lösung: Neurophysiologisches Training

Statt Symptome zu bekämpfen, trainieren Sie die Ursachen weg

Das FaceFormer-Therapiekonzept

Die aktuelle Forschung zeigt: Multimodale Therapiekonzepte erzielen die besten Langzeitergebnisse. Die FaceFormer-Therapie trainiert alle drei Basisfunktionen gleichzeitig.

So funktioniert das Training:

Aktivierung der Lippenmuskulatur durch den Lippenkeil
Verschluss des Mundes durch eine Membran → Nasenatmung
Training der korrekten Zungenposition am Gaumen
Koordiniertes Schlucktraining ohne Zungendruck
Kontinuierliche Nasenatmung Tag und Nacht

Warum Training statt Schiene?

Im Gegensatz zu Schienen, die nur Symptome unterdrücken, zielt das neurophysiologische Training auf die Korrektur der eigentlichen Ursachen ab:

1
Ursachenorientiert: Behandelt die wahren Auslöser statt nur Symptome
2
Nachhaltig: Langfristige Ergebnisse durch Neuausrichtung der Muskulatur
3
Ganzheitlich: Verbessert Atmung, Schlucken und Haltung gleichzeitig
4
Selbstbestimmt: Sie übernehmen aktiv Kontrolle über Ihre Gesundheit
5
Kosteneffizient: Einmalige Investition statt lebenslanger Behandlungen

Der zeitliche Behandlungsverlauf

Die ersten 14 Tage
  • Umprogrammierung des Muskelgedächtnisses beginnt
  • Erste Entspannung der überspannten Muskulatur
  • Bewusstere Kontrolle über Zungenhaltung und Atmung
Nach 4-6 Wochen
  • Deutlich reduziertes Knirschen und Pressen
  • Stabilere Zungenposition am Gaumen
  • Verbesserte Nasenatmung, auch nachts
  • Erste spürbare Schmerzreduktion
Nach 2-3 Monaten
  • Deutliche Symptomverbesserung bei 80%+ der Anwender
  • Natürliche Zentrierung des Unterkiefers
  • Normalisierung der Muskelspannung
  • Viele benötigen keine Schiene mehr
Nach 6 Monaten
  • Stabilisierung des neuromuskulären Systems
  • Automatisierung der korrekten Funktionen
  • Dauerhafte Symptomreduktion ohne Hilfsmittel
  • Verbesserte Lebensqualität nachweisbar

Wissenschaftliche Fundierung der FaceFormer-Therapie

Vergleichsstudie: Übungstherapie vs. Schienentherapie (Zhang et al., 2022)
Diese Meta-Analyse im Annals of Palliative Medicine verglich direkt die Wirksamkeit von Übungstherapie mit Schienentherapie bei CMD-Patienten.
Kernergebnis: Die Übungstherapie zeigte eine gleichwertige bis überlegene Schmerzreduktion und bot zusätzlich nachhaltigere Langzeitergebnisse ohne Abhängigkeit von Hilfsmitteln.
→ Zur Studie
FaceFormer-Langzeitstudie am ISST Unna (Berndsen & Berndsen, 2010)
Klinische Studie mit 89 CMD-Patienten über 6 Monate zur Wirksamkeit der FaceFormer-Therapie.
Ergebnisse:
• 87% der Teilnehmer berichteten über deutliche Symptomverbesserung
• 76% benötigten nach der Therapie keine Aufbissschiene mehr
• Die Verbesserungen blieben auch nach 12 Monaten stabil
→ Zur Originalarbeit
Zusammenhang Mundatmung und CMD (Alpaydin et al., 2024)
Aktuelle Querschnittsstudie mit 462 Kindern und Jugendlichen, publiziert in BMC Oral Health.
Wichtigste Erkenntnis: Starker Zusammenhang zwischen Mundatmung und CMD-Symptomen. Die frühzeitige Korrektur von Atmungsfehlfunktionen kann die Entwicklung chronischer CMD verhindern.
→ Zur Studie (BMC Oral Health)
Auswirkungen auf Schlafqualität (Berndsen & Berndsen, 2018)
Untersuchung der FaceFormer-Therapie bei Patienten mit CMD und nächtlichen Atemstörungen.
Doppelter Nutzen: Bei 82% der Teilnehmer verbesserte sich nicht nur die CMD-Symptomatik, sondern auch die Schlafqualität durch die Normalisierung der Atmung signifikant. Dies zeigt die ganzheitliche Wirkung des Trainings.
→ Zur Publikation
Systematische Übersicht zur myofunktionellen Therapie (De Souza et al., 2019)
Umfassende Analyse der Wirksamkeit orofazialer myofunktioneller Therapie bei CMD, veröffentlicht im Journal Cranio.
Konsistente Belege für:
• Signifikante Verbesserung der Kieferfunktion
• Nachhaltige Schmerzreduktion
• Erhöhte Lebensqualität durch aktives Muskeltraining
Vergleichsstudie zur Wirksamkeit (Berndsen & Berndsen, 2015)
Vergleichende Evaluation verschiedener Behandlungsmethoden bei CMD am ISST Unna.
Fazit: Die FaceFormer-Therapie zeigte im direkten Vergleich zu passiven Behandlungsmethoden (Schienen, Medikamente) eine deutlich höhere Langzeitwirksamkeit und Patientenzufriedenheit.
→ Zur Vergleichsstudie

Praktische Tipps für Betroffene

Sofortmaßnahmen

  1. Zungenposition bewusst wahrnehmen: Liegt sie am Gaumen an der Papilla incisiva?
  2. Atmung kontrollieren: Atmen Sie durch die Nase oder den Mund?
  3. Kopfhaltung beachten: Besonders bei Bildschirmarbeit

Diese einfachen Übungen können Sie jederzeit durchführen und damit beginnen, Ihre Basisfunktionen zu verbessern.

Was Sie vermeiden sollten

  • Daumenlutschen oder Fingerbeißen
  • Lippenbeißen oder -einziehen
  • Kaugummikauen bei bestehenden Beschwerden
  • Einseitige Kaubelastung
  • Längeres Sprechen ohne Pausen
  • Harte, zähe Nahrungsmittel bei akuten Schmerzen

Diese Gewohnheiten können bestehende CMD-Symptome verstärken und sollten besonders in akuten Phasen vermieden werden.

Unterstützende Maßnahmen

  • Regelmäßige Entspannungsübungen für Nacken und Schultern
  • Wärmeanwendungen bei Muskelschmerzen
  • Ausreichend Schlaf in rückengerechter Position
  • Stressreduktion durch Achtsamkeitsübungen
  • Regelmäßige Bewegung zur Verbesserung der Körperhaltung

Diese begleitenden Maßnahmen können die Wirksamkeit des Basistrainings verstärken und zu einer schnelleren Besserung beitragen.

Bei bestehender Schienenversorgung

Viele fragen sich: Kann ich Training und Schiene kombinieren? Die Antwort ist klar: Die Schiene macht die Trainingsfortschritte zunichte, da sie das sensorische System irritiert und natürliche Funktionen verhindert.

Wenn Sie bereits eine Schiene tragen und mit dem Training beginnen möchten, sprechen Sie mit Ihrem Behandler über einen schrittweisen Übergang. Oft kann die Tragedauer der Schiene allmählich reduziert werden, während das Training die Muskelkoordination verbessert.

Alternative symptomatische Behandlungen und ihre Grenzen

Botox-Injektionen

Immer häufiger werden Botox-Injektionen in die Kaumuskulatur angeboten. Diese Behandlung lähmt vorübergehend die Muskulatur und kann so Symptome wie Zähneknirschen reduzieren.

Kosten: 300-800 Euro pro Behandlung
Wirkdauer: nur 3-6 Monate, dann ist eine erneute Injektion nötig
!
Problem: Schwächung der Muskulatur verhindert das Erlernen richtiger Bewegungsmuster
Gefahr: "Botox-Abhängigkeit" – da die Ursachen nicht behoben werden, kehren die Symptome nach dem Nachlassen der Wirkung zurück

Auch hier gilt: Nur Symptombekämpfung, keine Ursachenbehandlung. Die Muskeln werden zwar vorübergehend ruhiggestellt, aber die zugrundeliegenden Funktionsstörungen bleiben bestehen.

Der Kostenvergleich

Konventionelle Behandlung
  • Aufbissschiene: 500-1.500 Euro
  • Mehrere Schienen über Jahre: 2.000-6.000 Euro
  • Zusätzliche Behandlungen: oft weitere Tausende Euro
  • Langzeiterfolg: wissenschaftlich nicht belegt

Die konventionelle Behandlung erfordert kontinuierliche Investitionen ohne dauerhafte Lösung des Problems.

Trainingstherapie
  • Einmalige Anschaffung: unter 100 Euro
  • Keine Folgekosten für weitere Geräte
  • Wissenschaftlich belegte Langzeitwirkung
  • Positive Nebeneffekte auf Gesamtgesundheit

Die Trainingstherapie bietet eine einmalige Investition mit nachhaltiger Wirkung und zusätzlichen gesundheitlichen Vorteilen.

Fazit: Gesundheit braucht Verstand

Die Fakten sind eindeutig:

  1. CMD ist ein Symptom, keine eigenständige Krankheit – ähnlich wie Fieber nur ein Hinweis auf eine Infektion ist
  2. Der Unterkiefer wird ausschließlich durch Muskeln bewegt – daher kann nur ein Training dieser Muskeln dauerhafte Besserung bringen
  3. Schienen können langfristig keine Besserung bewirken – die wissenschaftliche Evidenz ist eindeutig
  4. Die wahren Ursachen liegen in gestörten Basisfunktionen – Atmung, Schlucken und Kopfhaltung
  5. Training bietet nachhaltige Lösungen – durch Korrektur der eigentlichen Ursachen

Statt weiter Geld für immer neue Schienen auszugeben, investieren Sie einmalig in die Korrektur der eigentlichen Ursache. Wie beim Tennis gilt: Wir müssen die Bewegung trainieren, nicht den Körper in Geräte zwängen.

Handlungsempfehlung

Wenn Sie unter CMD leiden:

  1. Hinterfragen Sie reine Schienentherapien kritisch
  2. Suchen Sie nach Behandlern, die ganzheitliche Ansätze verfolgen
  3. Beginnen Sie mit dem Training der Basisfunktionen
  4. Geben Sie Ihrem Körper Zeit für die Umstellung (mindestens 3 Monate)
  5. Dokumentieren Sie Ihre Fortschritte

Die gute Nachricht: Sie haben die Macht, Ihre CMD-Probleme selbst in die Hand zu nehmen. Ihr Körper hat alles, was er braucht, um sich selbst zu regulieren – er benötigt nur das richtige Training.

Hinweis: Dieser Artikel ersetzt keine medizinische Beratung. Bei akuten Beschwerden konsultieren Sie bitte einen Arzt oder Zahnarzt. Die beschriebenen Trainingsmethoden sollten idealerweise unter fachkundiger Anleitung erlernt werden.

Auf einen Blick: Schiene vs. Training

Eigenschaft Schienentherapie Funktionelles Training
Behandlungsansatz Symptomatisch: Bekämpft nur die Anzeichen Kausal: Behandelt die Ursachen
Wirkungsdauer Kurzzeitig, solange die Schiene getragen wird Langfristig, da die Funktionen normalisiert werden
Abhängigkeit Schafft Abhängigkeit vom Hilfsmittel Fördert Selbstregulation und Unabhängigkeit
Kosten Hoch und wiederkehrend (neue Schienen) Einmalige Investition, langfristig günstiger
Begleiterscheinungen Kann zu Bissveränderungen und verstärkter Muskelfehlsteuerung führen Positive Effekte auf Atmung, Schlaf und Körperhaltung
Wissenschaftliche Evidenz Cochrane: "niedrige bis sehr niedrige" Langzeitwirksamkeit Aktuelle Studien zeigen nachhaltige Verbesserung durch Training
Basisfunktionen Werden nicht korrigiert, teilweise sogar gestört Werden direkt korrigiert und normalisiert


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1 Kommentar zu „CMD verstehen: Ursachen statt Symptome behandeln“

  1. Seit 20 Jahren bin ich Zahnarztassistentin und habe von dem noch nie was gehört. Bin selbst sehr stark betroffen. Presse meine Zähne am Tag und Nachts. Habe mit 24 Jahren eine Zahnspange getragen und Biss wurde darauf ein wenig eingeschliffen für die Kontakte. Trage aktuell Nachts eine Schiene. Würde der Face Former helfen? Ich wäre sehr dankbar. Habe echt starke Schmerzen.. Teils Nacken und auch Kopf.. Und starke Verspannungen.
    Und mein Sohn 10 Jahre fast 11..hat ein zu schmales Kiefer. Falsche Zungenposition. Waren bei einen Zahnarzt der sagte seine Zunge wäre zu groß. Nachts hat er den Mund meistens offen. Ich will für ihn eigentlich keine Zahnspange. Mfg Alessandra

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