FaceFormer-Training um Asymmetrie der Gesichtshälften zu reduzieren?

Frage

Kann der FacFormer auch eingesetzt werden kann, um eine – durch verschieden lange Kiefergelenke verursachte – Asymmetrie der Gesichtshälften zu reduzieren, d.h. rein zur Verbesserung der Optik? Gibt es insoweit Erfahrungen?

Antwort

Trainieren Sie unbedingt intensiv mit dem Face-Former! Die Asymmetrie im Gesicht entwickelt sich in der Regel niemals durch verschieden lange Unterkieferseiten, sondern auf Grund der Unterkieferverschiebung.

Muskulär wird der Unterkiefer allmählich zu einer Seite bewegt und er verbleibt nicht nur in dieser Position sondern bewegt ihn kontinuierlich weiter. Dieser Prozess geht über Jahre und mit hoher Wahrscheinlichkeit stellen sich irgendwann Schmerzen in Kiefergelenken, Kopfschmerzen, etc. ein. Ein solche Fehlstellung sollte unbedingt funktionell, d.h. mit FaceFormer Übungen korrigiert werden und auf keinen Fall mit Aufbißschienen, die allerdings immer weder verordnet werden.

Die Korrektur ist ein Prozess, der mehrere Monate dauert, weil die Entwicklung der Fehlstellung sich über viele Jahre eingestellt hat. Also verlieren Sie nicht die Geduld! Was sich mehrere Jahre entwickelt hat, ist nicht von jetzt auf gleich zu korrigieren. Trainieren Sie regelmäßig und richtig, wenn Sie wirklich einen Erfolg haben möchten.


Kann der FaceFormer bei passiven Patienten (z.B. Wachkoma) angewandt werden?

Frage

Im Rahmen meiner Tätigkeit als Logopädin betreue ich immer wieder Wachkoma-Patienten mit hypertoner orofazialer Muskulatur, die dazu neigen, sich die Unterlippe zu zerbeißen. Oftmals werden diese Patienten durch Angehörige mit Beißschienen versorgt, was mir jedoch wenig zielführend erscheint. Auf der Such nach zweckmäßigeren Methoden bin ich nun auf den FaceFormer gestoßen.

Nun jedoch zu meinen Fragen: Lässt sich der FaceFormer auch bei passiven Menschen ohne Möglichkeit zur Mitarbeit zur Eutonisierung der Muskulatur einsetzen? Wie würde ein solcher Einsatz aussehen und in welchen Intervallen wäre er sinnvoll?

Antwort

Wir unterstützen Ihre Beobachtung, dass bei Wachkomapatienten Aufbißschienen nur wenig effektiv sind. Im Gegenteil: Sie provozieren das Aufbeißen und sind nur von geringer Haltbarkeit. Gegen Lippenbeißen wirken sie auch nicht. Der FaceFormer schirmt im Mundvorhof den Mundraum von den äußeren Lippen ab. Bissverletzungen werden allein dadurch vermieden. Aber auch der Unterdruck im Mundraum und die Einstellung der Nasenatmung begünstigt Impulse auf Muskelkettenfunktionen, die für koordinierte Bewegungen im Mund-/Rachenraum, z.B. Zungenbewegungen, Schlucken etc. von großer Wichtigkeit sind.

Wichtig ist, dass der FaceFormer nur unter Kontrolle, im Beisein der Behandlerin, ggf. auch Pflegerin angewendet wird. Die Übungen werden folgendermaßen durchgeführt: Der FaceFormer wird im Mundvorhof, vor den Zähnen, hinter den Lippen, platziert. Die Lippen werden möglichst gleichmäßig an den Lippenkeil angedrückt. Der Patient wird dabei vom Behandler unterstützt, indem dieser die Lippen beidseitig mit Mitte-, Zeigefinger und Daumen an den Lippenkeil andrückt. Diese Position wird mindesten 10 Nasen-Atemzüge lang gehalten. Danach löst die Behandlerin ihre Hilfe auf und stellt fest, ob die Lippenposition selbständig gehalten wird. Wenn nicht, wiederholt sich diese Vorgehen immer wieder. Dabei übt die Therapeutin einen leichten Zug auf den Lippenkeil, abwechselnd in verschiedene Richtungen aus, natürlich nur so stark, dass der Mundschild des FaceFormer nicht herausgezogen wird. Insgesamt soll diese Übungen ca. 30 Minuten lang wiederholt werden. Allmählich stabilisieren sich dadurch die lebenswichtigen Fähigkeiten wie Schlucken und Atmen. Darüber hinaus reduziert sich der Beißreflex.


Reduziert FaceFormer-Training eine Asymmetrie der Gesichtshälften?

Frage

Kann der FaceFormer“ auch zur Verbesserung der Optik eingesetzt werden, um eine Asymmetrie der Gesichtshälften zu reduzieren, die durch verschieden lange Kiefergelenke verursacht ist? Gibt es dazu Erfahrungen?

Antwort

Trainieren Sie unbedingt intensiv mit dem FaceFormer! Die Asymmetrie im Gesicht entwickelt sich in der Regel niemals durch verschieden lange Unterkieferseiten, sondern aufgrund einer Unterkieferverschiebung. Der Unterkiefer wird allmählich muskulär zu einer Seite bewegt. Er verbleibt nicht in dieser Position, sondern wird kontinuierlich weiter bewegt. Dieser Prozess geht über Jahre und mit hoher Wahrscheinlichkeit stellen sich irgendwann Schmerzen in Kiefergelenken, Kopfschmerzen, etc. ein.

Ein solche Fehlstellung sollte unbedingt funktionell mit FaceFormer Übungen korrigiert werden. Keinesfalls sollten Aufbissschienen eingesetzt werden, die leider immer wieder verordnet werden. Die Korrektur ist ein aktiver Prozess, der mehrere Monate dauert, weil die Entwicklung der Fehlstellung sich über viele Jahre eingestellt hat. Was sich über Jahre falsch entwickelt hat, ist nicht von jetzt auf gleich zu zu korrigieren. Trainieren Sie deshalb regelmäßig und richtig, wenn Sie wirklich einen Erfolg haben möchten. Verlieren Sie nicht die Geduld und halten Sie durch. Es lohnt sich!