Nächtliche Verwendung bei Schlafapnoe

Frage

Ich leide unter Schlafapnoe und habe Nachts Aussetzer. Ich merke, wie ich durch die Nase keine Luft bekomme und muss dann mit dem Mund nach Luft schnappen. Wenn ich jetzt in der 3. Woche den Faceformer auch Nachts trage, kann ich ja nicht mehr nach Luft schnappen über das Mund, wenn ich Aussetzer habe. Ist das nicht gefährlich? Das verstehe ich nicht ganz.

Antwort

Nach ca. 3 Wochen FaceFormer Training sollte sich Ihre Nasenatmung spürbar verbessert haben. Sie müssen aber noch lernen, ständig durch die Nase zu atmen und zwar auch in der Nacht. Das funktioniert nur, wenn der Mund nachts auch geschlossen ist und sie immer durch die Nase atmen müssen. Deshalb wird FaceFormer nachts eingesetzt. Er kann leicht aus dem Mund herausgezogen werden und genau das passiert am Anfang der nächtlichen Anwendung sehr oft. Sie merken das nicht unbedingt, weil sie das in einer Phase machen, wo sie zwar reagieren, aber immer noch leicht schlafen.

Wenden Sie also den FaceFormer regelmäßig nachts an. Wundern Sie sich nicht, wenn er anfangs noch oft auf dem Kopfkissen liegt. Er ist nicht aus dem Mundvorhof gerutscht, sondern Sie haben ihn herausgezogen. Wenn er bis morgens noch im Mundvorhof ist, haben Sie in der Nacht gut durch die Nase geatmet. Genau das müssen Sie sich angewöhnen.


Kann der FaceFormer bei UARS helfen?

Frage

Im Gegensatz zur klassischen Schlafapnoe sind beim „Upper Airway Resistance Syndrome (UARS)“ (vgl. Wikipedia) eher ungünstige anatomische Voraussetzungen für die Verengung der oberen Atemwege verantwortlich. Mich würde interessieren, ob Ihnen bekannt ist, ob der Face Former auch beim UARS helfen kann.

Antwort

vielen Dank für Ihr Interesse an der FaceFormer Therapie. Die Methode hat sich in zahlreichen wissenschaftlichen Untersuchungen und weltweit bei Patienten als äußerst wirksam erwiesen.

Die Auffassung, dass bei UARS allein die anatomischen Verengungen im Mund- und Rachenraum ursächlich sind, stellt eine erhebliche Einschränkung dar. Bei UARS sind die abweichenden Verengungen zwar klar erkennbar, aber erst die Schlaffheit des Mund-/Rachenraumgewebes und die dysfunktionellen motorischen Musterabweichungen generieren das eigentliche Problem, die Atemaussetzer oder das Schnarchen. Die morphologischen Dimensionen im Mund-Rachenraum können einerseits hereditär begründet sein, sich anderseits aber auch durch Fehlfunktionen entwickelt haben. Unabhängig von der Ursache, also Form oder Funktion, bilden sich kompensatorische Mechanismen aus, die ausnahmslos korrigiert werden müssen, um eine Verbesserung zu erzielen. Nach wie vor wird bei den symptomatischen Therapien, die leider sogar als „Goldstandard“ bezeichnet werden, vergessen, dass diese immer nur ein Ersatz für kausale Behandlungen sind. Deswegen benutzt der Patient z.B. sein CPAP-Gerät in der Regel bis zum Lebensende und Protrusionsschienen zumindest so lange, bis die Kiefergelenke geschädigt sind. Im ersten Fall wird schlaffes Gewebe beiseite gepustet (Luftschienung), was evtl. zwar Erfolge unter unmittelbarer Anwendung haben kann, die Funktionen und Spannungszustände von Muskeln und Gewebe entwickeln sich aber nach und nach noch negativer als sie schon sind.

Kausale Behandlungen hingegen stärken das gesamte System bis das Problem beseitigt ist. Die FaceFormer Therapie gehört zu den Kausalbehandlungen und ist eine Übungstherapie. Diese sind alternativlos und die einzigen Verfahren, die langfristig Bewegungsmuster umstellen und das System stärken können.

In jedem Fall muss auch bei UARS das FaceFormer Training durchgeführt werden. Es stellt sich nicht nur eine Gewebestraffung, sondern ein komplett neues Bewegungsmuster, Unterdruckbildung im Mund-/Rache, Nasenatmung etc. ein. Die anatomische Enge der Atemwege verhindert nicht die Atmung, sondern vereinfacht den eigentlichen Ursachen, dysfunktionelle Muster mit einhergehenden Erschlaffungen, die Störung erfolgreich durchzusetzen.

Also unabhängig davon, ob Schnarchen, Schlafapnoe Syndrom oder UARS, die FaceFormer Therapie muss immer angewendet werden. Sie ist wahrscheinlich die einzige Therapie, die wirksam die Ursachen beeinflusst und – bei regelmäßiger und richtige Anwendung – einen Erfolg herbeiführt.


Ist FaceFormer Training mit Zahnspange und festsitzenden Brackets möglich?

Frage

Ich /w. 41J. leide schon länger unter Schlafapnoen und bin auch mit einem Gerät ausgestattet das mir aber immer noch keinen zufriedenstellenden Schlaf bereitet, da ich sogar mit dem Gerät schnarche. Inzwischen habe ich mich einer chirurgischen Gaumennahterweiterung unterzogen, bei der auch meine Nasenscheidewand begradigt wurde, da meine Nasenatmung sehr schlecht war und ich durch kindliches Daumenlutschen einen offenen Biss habe.

Nun habe ich eine feste Spange mit Brackets und frage mich, ob es auch mit dieser festsitzenden Spange möglich ist, das FaceFormer Training zu absolvieren und damit vielleicht endlich mein Schnarchen, das sich zwar etwas verbessert hat, aber eben noch immer vorhanden ist, in den Griff zu bekommen. Für eine rasche Antwort wäre ich Ihnen sehr dankbar, denn ich bin wirklich nie richtig ausgeschlafen.

Antwort

Wir halten eine Gaumennahterweiterung bei Erwachsenen für problematisch und unnötig. Sie hat auch eine meist aufwendige Zahnbehandlung zur Folge, die oft neue Probleme hervorbringt. Darüber hinaus wird auch die Korrektur der Nasenscheidewand nicht viele Vorteile bringen. Beides sind einschneidende Eingriffe, die dem eigentlichen Problem wenig nützen. Von Operationen raten wir generell ab und sehen diese nur im Ausnahmefall vor, weil die natürlichen Bedingungen dabei nicht selten geschädigt werden.

Trotzdem raten wir Ihnen noch zur FaceFormer-Therapie, die wahrscheinlich, ohne diese Eingriffe, effektiver ist. Die FaceFormer-Therapie behandelt die Ursachen. Das Training bewirkt, dass sich das schlaffe Gewebe im Mund und Rachenraum auf natürliche Art und Weise strafft. Wir hoffen also, dass das Gewebe, die Schleimhäute und Zilien in den Nasenmuscheln nicht zu sehr geschädigt wurden. Bitte befolgen Sie konsequent die Übungsanweisungen mit dem FaceFormer.