Aufbeißen und Schlucken während der Übung. Muss das sein?

Frage

Ich habe eine Frage zur Durchführung der Übungen: Nach dem Aufpressen der Lippen erfolgt das ‚kurze Aufbeissen und schlucken‘ und Entspannung der Lippen. Im Video ist davon nicht die Rede, aber in der schriftlichen Anleitung. Ich frage mich wie wichtig das ‚kurz aufbeissen und schlucken‘ ist, ob ich es auch auslassen kann, da es irgendwie ‚unangenehm‘ ist. Dient es dazu den Unterdruck zu lösen, welcher beim Pressen entstanden ist, oder hat es noch eine andere Funktion? Könnte man stattdessen das ‚aufbeissen und schlucken‘ auch ersetzen, indem man kurz den Mund öffnet um den Unterdruck zu lösen, oder auch gleich zur Entspannung übergehen?

Antwort

Aufbeißen und Schlucken sind sehr wichtig und erfolgen nach 6 Sekunden Lippendruck oder Zug, während die Spannung noch besteht. Das gilt sowohl bei der Grundübung als auch bei den Zugübungen. Die Muskelspannung im Mund- und Rachenraum verstärkt sich dabei erheblich.

Aufbeißen und Schlucken müssen sein: Beim korrekten Verlauf geht dem Schlucken immer ein kurzer Aufbiss voraus. Indem Sie diesen Ablauf wiederholt bewusst durchführen, erreichen Sie allmählich die unbewusste Realisierung, also die richtigen Bewegungen auch während des Schlafs.

Also:  Zuerst die Lippendruck- oder Zugübung. Dann aufbeißen. Dann schlucken. Erst danach entspannen. Auch wenn Sie sich 6 Sekunden ausruhen, werden die Lippen nicht geöffnet. Alle Haltungen behalten Sie bei, die Lippen geben lediglich 6 Sekunden ihren Druck auf.

Der Unterdruck bleibt während der gesamten Übungssequenz erhalten. Das ist ein Zustand, den wir irgendwann ohne weitere Unterstützung erreichen wollen. Bei funktionierender Nasenatmung besteht im Mund- und Rachenraum immer Unterdruck, wenn die Lippen geschlossen sind. Unterbrochen wird der Unterdruck nur bei Mundöffnung, z.B. während des Sprechens, Essens, Trinkens.


Wird die Zunge auch im Schlaf vorne gehalten?

Frage

Ich habe mir den Face Former gekauft, in der Hoffnung, mein Schnarchen damit in den Griff zu bekommen. Die Übungen sind nach einigen Wiederholungen einfach durchzuführen. Allerdings habe ich nicht ganz verstanden, wie die Anwendung über Nacht geschehen soll, da man im Schlaf ja keine Übungen machen kann.Soll die Zunge durch permanenten Unterdruck vorne gehalten werden?

Antwort

Es ist richtig, dass Sie die Übungen konsequent und regelmässig am Tage durchführen. Dadurch trainieren Sie erschlaffte Muskeln und Gewebe im Mund- und Rachenraum, Zungenposition, Nasenatmung etc.. Durch die nächtliche Anwendung gewöhnen Sie sich daran, dass die Nasenatmung auch nachts erfolgt und erreichen Mundschluss. Das sind wichtige Voraussetzungen für den Erfolg. Ausserdem haben Sie nachts ein Microtraining, weil Sie unwillkürlich Schluckbewegungen durchführen, wobei hoher Unterdruck im Mund/Rachen besteht. Tägliche Übungen und nächtliche Anwendung halten Sie ca. 6 Monate bei, auch wenn der Erfolg schon nach kurzer Zeit erreicht wird. Wir brauchen die Zeit, um das neu Erlernte zu automatisieren.


Kann der Druck durch den FaceFormer eine Zahnverschiebung bewirken?

Frage

Ich habe aufgrund einer CMD Erkrankung den Faceformer nahegelegt bekommen und bin ganz begeistert. Vielen Dank für diese tolle Entwicklung. Allerdings stelle ich mir die Frage, ob aufgrund des Unterdruckes eine Zahnverschiebung stattfinden kann? Ich empfinde den Druck auf die Schneidezähne schon als relativ stark. Wenn ich den FaceFormer morgens aus dem Mund nehme, ist der Druck deutlich spürbar.

Antwort

Der Druck auf die Zähne ist tatsächlich eine zusätzliche, äußerst positive Eigenschaft.

Wie Sie in den nächsten Wochen beobachten können, korrigieren sich gedreht oder aus dem Zahnbogen vorstehende Zähne ebenso mit dieser Methode. Bei den Übungen und nachts saugt sich der FaceFormer an die Zähne an. Da der Mundschild flexibel ist, bekommen die Zähne, die aus dem Zahnbogen hervorstehen einen erhöhten Druck und gliedern sich dadurch allmählich ein.

Es ist eine ähnlich Wirkung wie bei Zahnspangen, nur ist die Druckverteilung beim FaceFormer optimaler. Gleichzeitig werden die Ursachen für die vorstehenden Zähne mit korrigiert. Also akzeptieren Sie erst einmal den empfundenen Druck. Es passiert nichts Negatives dadurch. Wenn die Zähne sich in den Zahnbogen eingefügt haben, werden sie nichts mehr davon bemerken.