Therapie · Studien und Wissenschaft

Was belegt ist.Was Modell bleibt.

Hier findest du die Studien zur FaceFormer-Therapie mit ihren Zahlen und Grenzen, die eigene Forschung seit 1993 und die Grundlagenforschung, auf der das Modell aufbaut. Und eine ehrliche Antwort darauf, was davon gesichert ist.

Auf einen Blick

Vier Arten von Wissen

Nicht jede Quelle hat dasselbe Gewicht. Damit du einordnen kannst, was du auf dieser Seite liest, unterscheiden wir vier Arten.

01

Eine randomisierte Studie

Am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf wurden 45 Kinder und Jugendliche per Zufall zwei Gruppen zugeteilt und sechs Monate begleitet. Das ist der stärkste Beleg, den es zur FaceFormer-Therapie gibt.

02

Kleinere Untersuchungen

Pilotstudien mit wenigen Personen, Kongressbeiträge, eine Arbeit zur Oberkörperstatik, ein Fallbericht und ein früher Buchbeitrag aus Mainz. Sie zeigen Richtungen, gesicherte Effekte zeigen sie nicht.

03

Grundlagenforschung

Arbeiten zu Nase, Zunge, Schlucken, Kopfbalance und Lernen. Sie untersuchen nicht den FaceFormer, sondern die Zusammenhänge, auf denen das Modell aufbaut.

04

Ein Arbeitsmodell

Der Triadische Funktionskreis aus Atmung, Schlucken und Kopfbalance ordnet diese Bausteine. Er ist prüfbar, als Ganzes geprüft ist er noch nicht.

Die Hamburger Studie

Aufbau einer randomisierten Studie

Die Studie entstand an der Poliklinik für Kieferorthopädie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf. Die Untersuchungen fanden 2002 statt, ausgewertet wurde sie in der Dissertation von M. Schwan (2007), die Zeitschriftenfassung erschien 2004.

01

Wer teilnahm

45 Kinder und Jugendliche zwischen 3,9 und 16,9 Jahren, im Mittel gut acht Jahre alt. Alle hatten mehrere behandlungsbedürftige Funktionsstörungen im Mundraum, waren vorher nicht dafür behandelt worden und bekamen während der Studie keine weitere Behandlung wie Zahnspange, Ergotherapie oder Krankengymnastik.

02

Zwei Gruppen per Zufall

26 Kinder trainierten mit dem FaceFormer. 19 Kinder erhielten myofunktionelle Therapie ohne Gerät in logopädischen Praxen im Raum Hamburg, nach dem Konzept der jeweiligen Praxis. Alter, Geschlecht und Ausprägung der Befunde waren in beiden Gruppen vergleichbar.

03

Was die FaceFormer-Gruppe tat

Lippenkeil pressen und halten, dazu Zugübungen, die Zungenspitze hinter der Papilla incisiva. Nach drei Wochen kam der FaceFormer auch nachts zum Einsatz. Alle sechs Wochen wurden die Übungen in der Klinik kontrolliert.

04

Wie gemessen wurde

Zu Beginn, nach drei und nach sechs Monaten untersuchten eine Kieferorthopädin und eine Sprachheiltherapeutin jedes Kind nach einem standardisierten Befundbogen. Das Schluckmuster prüften sie mit Palatographie, die Lippenkraft mit einem Messgerät. Welcher Gruppe ein Kind angehörte, war bei der Untersuchung nicht erkennbar.

Ergebnisse

Was sich nach sechs Monaten zeigte

Beide Gruppen verbesserten sich. Bei der Mundatmung und beim Schluckmuster war der Unterschied zugunsten der FaceFormer-Gruppe nach sechs Monaten statistisch signifikant.

Die Lippenkraft stieg in beiden Gruppen deutlich, in der FaceFormer-Gruppe schneller. Für die Therapie zählt das Muster, die Kraft war hier ein Messwert. Beim Lispeln (Sigmatismus) zeigte sich in sechs Monaten kein Unterschied. Die Autorinnen und Autoren folgern daraus, dass die Aussprache nach verbesserter Atmung und verbessertem Schlucken zusätzlich geübt werden muss.

Dissertation im Volltext   Zeitschriftenfassung bei PubMed

Mundatmung mit FaceFormer

vorher88,5 %
nach 3 Monaten52,6 %
nach 6 Monaten23,5 %

Mundatmung ohne Gerät

vorher94,7 %
nach 3 Monaten85,7 %
nach 6 Monaten69,2 %

Fehlerhaftes Schluckmuster

vorher, beide100 %
mit FaceFormer29,4 %
ohne Gerät84,6 %

Lispeln nach 6 Monaten

mit FaceFormer88,2 %
ohne Gerät92,3 %

Anteil der untersuchten Kinder mit dem Befund, klinisch beurteilt von Untersuchenden, die die Gruppenzugehörigkeit nicht kannten. Vorher 26 und 19 Kinder, nach drei Monaten 19 und 14, nach sechs Monaten 17 und 13. Werte aus: Schwan M (2007). Evaluation einer innovativen apparativen Therapie zur Harmonisierung der orofazialen Muskulatur und Funktion. Dissertation, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, S. 38 sowie Tabellen 7 und 8. Zeitschriftenfassung: Korbmacher HM, Schwan M, Berndsen S, Bull J, Kahl-Nieke B (2004). Evaluation of a new concept of myofunctional therapy in children. Int J Orofacial Myology 30:39-52. Grenzen: kleine Gruppen, 15 der 45 Kinder fehlen bei der Nachuntersuchung. Die FaceFormer-Gruppe wurde in der Klinik kontrolliert und trainierte auch nachts, die Vergleichsgruppe wurde in verschiedenen logopädischen Praxen nach deren Konzept behandelt. Sabine Berndsen (Dr. Berndsen GmbH) ist Mitautorin. Langzeitdaten fehlen. Beide Gruppen haben sich verbessert.

Grenzen der Studie

Was die Hamburger Studie nicht zeigt

Eine Studie ist so gut wie das, was man über ihre Grenzen weiß. Diese sechs Punkte gehören zu den Zahlen dazu.

Weniger Kinder am Ende

Begonnen haben 45 Kinder, nach sechs Monaten wurden 30 untersucht, 17 mit FaceFormer und 13 ohne Gerät. In so kleinen Gruppen verschieben wenige Kinder die Prozentwerte deutlich.

Nur sechs Monate

Ob die Veränderungen bleiben, wurde nicht untersucht. Die Studie weist selbst darauf hin, dass dafür längere Beobachtungen mit mehr Teilnehmenden nötig sind.

Zwei Behandlungswege

Die FaceFormer-Gruppe wurde regelmäßig in der Klinik kontrolliert und trainierte auch nachts. Die Vergleichsgruppe wurde in verschiedenen Praxen nach unterschiedlichen Konzepten behandelt. Verglichen wurden also zwei Wege, nicht allein ein Gerät.

Ein früherer Übungsplan

Trainiert wurde 2002 mit dem damaligen FaceFormer und nach dem damaligen Plan, viermal täglich 20 Wiederholungen. Der heutige Übungsplan ist anders aufgebaut.

Nah an der Entwicklung

An der Zeitschriftenfassung hat Sabine Berndsen mitgeschrieben, die die Methode mitentwickelt hat. Untersucht haben Fachleute der Universitätsklinik, ohne die Gruppe des Kindes zu kennen. Eine Wiederholung durch weitere Arbeitsgruppen steht aus.

Nur für diese Gruppe

Untersucht wurden Kinder und Jugendliche mit Funktionsstörungen im Mundraum. Auf Erwachsene, auf Schnarchen, Kiefergelenkbeschwerden oder andere Anwendungsgebiete lassen sich die Zahlen nicht übertragen.

Die Mundatmung wurde bei der Untersuchung beurteilt, nicht mit einem Messgerät. Die Studie nennt selbst, dass sich die Atemform im Tagesverlauf ändern kann. Und die Ergebnisse sind kein Urteil über Logopädie. Auch die Vergleichsgruppe hat sich verbessert, und beides lässt sich gut kombinieren.

Weitere Arbeiten

Ein Beitrag aus Mainz, Oberkörperstatik und ein Fallbericht

Eine unabhängige Arbeit aus Mainz. Bereits 2001 befassten sich Al-Nachef, Doll und Sergl von der Poliklinik für Kieferorthopädie der Universität Mainz mit der Wirksamkeit des FaceFormers, in einem Beitrag zum Sammelband „Prävention und Frühbehandlung“. Es ist die früheste uns bekannte Arbeit zum Gerät, an der die Entwickler nicht beteiligt waren. Sie erschien als Buchkapitel, nicht in einer begutachteten Zeitschrift. Teilnehmerzahl und Studienaufbau liegen uns nicht vor, deshalb nennen wir hier die Quelle und keine Ergebnisse.

Oberkörperstatik. Herget, Ohlendorf und Kopp untersuchten 2012 in der Zeitschrift Manuelle Medizin die Oberkörperstatik vor und nach sechs Monaten FaceFormer-Training. Vorausgegangen war eine Pilotstudie an der Universität Frankfurt mit fünf Personen, deren Rücken während des Trainings dreidimensional vermessen wurde (Kongressposter 2009). Die Autoren sahen darin Hinweise auf eine veränderte Aufrichtung der Wirbelsäule. Fünf Personen sind ein erster Hinweis, kein Nachweis.

Fallbericht. Booth und Kinzinger beschrieben 2021 in der Fachzeitschrift Kieferorthopädie die Behandlung eines offenen Bisses mit einer Kombination aus Highpull-Headgear und FaceFormer. Ein Fallbericht schildert einen einzelnen Verlauf. Er zeigt, wie Kieferorthopädie und FaceFormer-Training zusammenwirken können, nicht, wie oft das gelingt.

3D-Animation: Kopfbalance mit gestrecktem Nacken beim FaceFormer-Training

Lehrbuch und Manual

Beschreiben, einordnen, anleiten

Im Lehrbuch „Zahnärztliche Schlafmedizin“ (Hrsg. Langenhan und Kopp, Thieme 2023) beschreiben Klaus und Sabine Berndsen die FaceFormer-Therapie als neurophysiologische Kausaltherapie beim CCDS. Ein Lehrbuchkapitel stellt ein Verfahren vor und ordnet es ein. Eine Studie zur Wirksamkeit ist es nicht.

Das Manual zur Methodik (2. Auflage 2024) beschreibt Befund, Übungen und Trainingsplan für die Praxis. Das Buch „Trust the Triad“ von Klaus Berndsen, das die Grundlagen des Triadischen Funktionskreises zusammenführt, ist in Vorbereitung.

Einband des Manuals zur Methodik der FaceFormer-Trainings-Therapie

Eigene Forschung

Mehr als dreißig Jahre in Fachkreisen

Seit 1993 stellen Klaus und Sabine Berndsen ihre Arbeit auf Fachtagungen vor, oft gemeinsam mit Universitätskliniken.

  1. 1993

    Orofaziale Muskelfunktion

    Vortrag auf der Tagung „Down-Syndrom heute“ zu Funktionsstörungen der Mund- und Gesichtsmuskulatur.

  2. 2000

    Der FaceFormer wird vorgestellt

    Auf der Jahrestagung für Myofunktionelle Therapie in Hannover als neue technische Therapiehilfe, dazu eine erste Untersuchung zur Wirksamkeit.

  3. 2001

    Mit der Universität Jena

    Posterbeiträge auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kieferorthopädie zu Indikation und Behandlungsstrategien und zur Zuverlässigkeit der Lippenkraftmessung. Im selben Jahr ein Beitrag auf dem niederländischen Logopädiekongress.

  4. 2003

    Hamburger Studie

    Vorstellung beim Kongress der European Orthodontic Society in Prag, die Zeitschriftenfassung erscheint 2004, die Dissertation 2007.

  5. 2004

    Kiefer und Schlaf

    Ein Artikel mit S. Kopp zu Muskelbefunden im Kiefersystem in der Zeitschrift Manuelle Medizin und ein Posterbeitrag zu Schnarchen und Schlafapnoe.

  6. 2009

    Bruxismus und Haltung

    Posterbeiträge zur Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kieferorthopädie zu Zähneknirschen und zur Haltung der Wirbelsäule, beides Pilotstudien mit wenigen Personen.

  7. 2012

    Oberkörperstatik

    Zeitschriftenartikel von Herget, Ohlendorf und Kopp in Manuelle Medizin.

  8. 2018

    Das CCDS

    Sabine und Klaus Berndsen beschreiben das Cranio-Cervicale Dysfunktions-Syndrom als Arbeitsmodell.

  9. 2021

    Fallbericht

    Booth und Kinzinger, offener Biss, Kieferorthopädie und FaceFormer kombiniert.

  10. 2023

    Lehrbuch

    Kapitel zur FaceFormer-Therapie in „Zahnärztliche Schlafmedizin“, Thieme. 2024 folgt die zweite Auflage des Manuals.

Kongressbeiträge sind Kurzfassungen, oft mit kleinen Gruppen und ohne Begutachtung durch unabhängige Fachleute. Sie zeigen, woran gearbeitet wurde, nicht was gesichert ist. Alle Veröffentlichungen stehen weiter unten.

Im Einzelnen

Jede Studie mit Größe, Vergleich und Grenzen

Seit 1988 haben Sabine und Klaus Berndsen mehr als 50 Beiträge veröffentlicht: Kongressposter, Artikel in Fachzeitschriften und Fachzeitungen, Buchkapitel und Vorträge. Hier findest du die Studien daraus mit dem, was in ihnen tatsächlich gemessen wurde, und darunter die vollständige Liste. Wo ein PDF verlinkt ist, kannst du das Original selbst lesen.

Zu jeder Studie stehen Größe, Vergleichsgruppe, Dauer und Messmethode. Je kleiner die Gruppe und je eher eine Vergleichsgruppe fehlt, desto vorsichtiger solltest du das Ergebnis lesen.

2001 · Poster (Kongress-Kurzfassung)

Indikation und Behandlungsstrategien myofunktioneller Therapie mit dem FaceFormer

12 Patientinnen und Patienten, Vergleichsgruppe mit 12 …Vergleichsgruppe: jaKurzzeitbeobachtung von 3 bis 6 Monaten …Begutachtet: nein

Frage. Die Kurzfassung stellt ein Konzept zur Befundung und Behandlung von Funktionsstörungen der Gesichts- und Kaumuskulatur vor und vergleicht eine mit dem FaceFormer behandelte Gruppe mit einer Vergleichsgruppe.

Ergebnis. In dieser Untersuchung verbesserte sich der offene Lippenschluss (inkompetente Lippenhaltung) gegenüber der Vergleichsgruppe (p = 0,008). Lutschgewohnheiten gingen in der behandelten Gruppe über 3 bis 6 Monate zurück (p < 0,03). Den Tragekomfort bewerteten die Befragten besser als bei anderen Trainingsgeräten; Zahlen …

Grenzen. Nur eine Kurzfassung von etwa einer Drittelseite, kein ausführlicher Artikel bekannt. Wer in der Vergleichsgruppe war, wie zugeteilt wurde und wie alt die Teilnehmenden waren, steht nicht darin. Keine unabhängige Begutachtung. Klaus und Sabine Berndsen, die …

Original (PDF)
2001 · Poster (Kongress-Kurzfassung)

Reliabilität der funktionsorientierten Messung perioraler Muskulatur mit dem FaceFormer

48 Personen, 24 in der Übungsgruppe und 24 in der …Vergleichsgruppe: ja3-mal 2 Wochen Training (6 Wochen), …Begutachtet: nein

Frage. Lässt sich die Lippenkraft mit dem FaceFormer als Messaufsatz zuverlässig wiederholt messen, und verändert sie sich durch Training?

Ergebnis. In dieser Untersuchung ließen sich die Messungen gut wiederholen: Übereinstimmung κ = 0,81 bei einem Untersucher und κ = 0,76 bei drei Untersuchern. Die Messwerte häuften sich bei 20, 45 und 70 mbar. Die Übungsgruppe zeigte gegenüber der Kontrollgruppe einen Trainingseffekt bei der Lippenkraft (p < 0,001).

Grenzen. Kurzfassung ohne Mittelwerte, ohne Angaben zu Alter, Auswahl und Zuteilung. Gemessen wurde nur die Lippenkraft über sechs Wochen, zu Beschwerden oder Funktionen im Alltag sagt die Arbeit nichts. Messgerät und FaceFormer stammen von den Mitautoren Klaus und …

Original (PDF)
2000 · Poster und Vortrag (Kongressbeitrag)

Vergleichende Evaluierung der Wirksamkeit des FaceFormers (Original: Zur Wirksamkeit des neuen myofunktionellen Trainingsgerätes Face-Former)

40 Kinder mit FaceFormer (auf dem Poster N = 39), dazu 20 …Vergleichsgruppe: ja3 MonateBegutachtet: nein

Frage. Wie verändert sich die Lippenkraft mit dem FaceFormer im Vergleich zu anderen Methoden der myofunktionellen Therapie und zu unbehandelten Kindern?

Ergebnis. In dieser Studie verbesserte sich die Lippenkraft in der FaceFormer-Gruppe am stärksten (Poster: p < 0,0005 für den Myoscanner, p < 0,0023 für die Federwaage). Jüngere Kinder verbesserten sich tendenziell stärker. Die Mehrheit akzeptierte das Gerät gut, Eltern und Jugendliche fanden die Übungen leichter zu …

Grenzen. Kongressbeitrag ohne unabhängige Begutachtung, keine Mittelwerte im Text, Zuteilung nicht beschrieben, nur drei Monate. Hauptmessgröße ist die Lippenkraft; Mundhaltung und Zungenlage werden ohne Zahlen genannt. Die Altersangaben widersprechen sich zwischen …

2003 · Fachzeitung (Magazinbericht über eine Pilotstudie)

Längerer Atem mit FaceFormer Therapie. Einfluss der FaceFormer Methode auf die Laufleistung

12 Läuferinnen und Läufer in zwei Gruppen zu je 6; Alter …Vergleichsgruppe: ja7 WochenBegutachtet: nein

Frage. Verändert zusätzliches FaceFormer-Training die Ausdauerleistung von Läufern, die nach demselben Plan trainieren?

Ergebnis. Laut Artikel steigerte die Gruppe mit FaceFormer ihre Geschwindigkeit an der aeroben Schwelle um 36,4 Prozent, die Vergleichsgruppe um 1,08 Prozent. Die Herzfrequenz an dieser Schwelle sank um 6,56 gegenüber 0,75 Prozent.

Grenzen. Ein kurzer Magazinbericht, keine wissenschaftliche Veröffentlichung: keine Statistik, keine Einzelwerte, keine Angaben zur Zuteilung. Die Einzelergebnisse sollten auf einer Website des Veranstalters stehen, die nicht geprüft wurde. Ein Zuwachs von gut einem …

2004 · Poster (Pilotstudie), dazu Fachzeitungsbeitrag

Wirkungen der Therapie mit dem FaceFormer auf Schnarchen und Schlafapnoe

38 aufgenommen, 30 ausgewertet (nur vollständige …Vergleichsgruppe: nein12 Wochen Training, täglich 4-mal etwa …Begutachtet: nein

Frage. Wie verändern sich Atemaussetzer, Sauerstoffversorgung, Schnarchen und Lippenkraft bei Menschen mit Schlafapnoe, die drei Monate nach Anleitung mit dem FaceFormer trainieren?

Ergebnis. In dieser Untersuchung lag der RDI vor dem Training zwischen 18 und 52, danach zwischen 1 und 14; die mittlere Abnahme betrug 70,81 Prozent (kleinste 50, größte 88,89 Prozent). Die längsten Atempausen lagen vorher bei 8 bis 48, nachher bei 1 bis 14 Sekunden, der Sauerstoffwert im Schlaf vorher bei 71 bis 99, nachher …

Grenzen. Keine Vergleichsgruppe: Training, Gewichtsänderung, Schlaflage, der Wechsel von Schlaflabor zu ambulanter Messung und natürliche Schwankungen lassen sich nicht trennen. Ausgewertet wurden nur die 30 Personen mit vollständigen Daten, über die 8 anderen ist …

Original (PDF)
2009 · Poster mit Kurzfassung (Pilotstudie)

Bruxism: Diagnosis and new ways of functional treatment by the FaceFormer Therapy (Neue Wege der funktionellen Bruxismus-Behandlung)

12 Personen (5 Frauen, 7 Männer, Durchschnittsalter 44,3 …Vergleichsgruppe: nein8 Wochen, Zwischenbewertung nach 2 …Begutachtet: nein

Frage. Lassen sich Beobachtungen der FaceFormer-Therapie bei Beschwerden in Kiefer und Nacken auf Menschen mit Bruxismus übertragen?

Ergebnis. Nach zwei Wochen berichteten sechs Teilnehmende eine deutliche Besserung der Schmerzen. Für acht Wochen nennt die Zeitschriften-Kurzfassung eine durchschnittliche Verbesserung der Bewertung um 61,36 Prozent (Selbsteinschätzung) und 56,82 Prozent (Einschätzung der Partner). Das Poster gibt dieselbe Zahl als Anteil der …

Grenzen. Zwölf Personen, keine Vergleichsgruppe, keine Nachbeobachtung über acht Wochen hinaus. Nur Selbst- und Partnerurteil, keine objektive Messung des Knirschens wie Schlaflabor oder Muskelableitung. Keine statistischen Tests angegeben. 61,36 Prozent können bei …

Original (PDF)
2004 · Zeitschriftenartikel

Initiale Therapie myogener Befunde im kraniomandibulären System mit einem konfektionierten intra-/extraoralen Trainingsgerät

187 Menschen mit überwiegend muskulär bedingten Schmerzen …Vergleichsgruppe: ja12 Wochen, Bewertung vor Beginn sowie …Begutachtet: ja

Frage. Verändern sich muskulär bedingte Kieferschmerzen, wenn Betroffene mit dem FaceFormer üben, im Vergleich zu Menschen ohne Training?

Ergebnis. In beiden Trainingsgruppen sank der mittlere Schmerzwert, in der Gruppe ohne Training nicht (aus Abbildung 14 abgelesen: koordinatives Üben 5,8 auf 2,1, Kräftigung 6,2 auf 1,6, ohne Training etwa 6,1 auf 6,4). Laut Autoren war der Unterschied zur Kontrollgruppe statistisch signifikant, der Unterschied zwischen den …

Grenzen. Eine Zufallszuteilung wird nicht erwähnt, die Kontrollgruppe ist deutlich kleiner. p-Werte und Streuungen fehlen im Text. Keine Verblindung, keine Beobachtung über 12 Wochen hinaus; fehlende Langzeitstudien nennen die Autoren selbst. Zwei Entwickler sind …

Original (PDF)
2004 · Zeitschriftenartikel

Strategien myofunktioneller Therapie mit dem FaceFormer

24 Kinder zwischen 9 und 11 Jahren, nicht vorausgewähltVergleichsgruppe: nein6 WochenBegutachtet: unklar

Frage. Wird das Übungsprogramm von Kindern angenommen, und verändern sich Gewohnheiten wie Daumenlutschen?

Ergebnis. 87,5 Prozent der Kinder und 71 Prozent der Eltern gaben an, wie angeleitet dreimal täglich geübt zu haben. 19 von 24 Eltern berichteten, dass Lutsch- und andere Gewohnheiten seltener geworden seien, 5 sahen keine Veränderung, bei keinem Kind wurden sie häufiger.

Grenzen. Der Artikel beschreibt vor allem das Übungsprogramm. Keine Vergleichsgruppe, nur Befragung, keine Messung von Funktionen oder Beschwerden.

Original (PDF)
2005 · Zeitschrift (Kurzbeitrag mit Befragung)

Stillen und Schnulleranwendung als Ursache für Schnarchen und nächtliche Atemaussetzer

315 Menschen zwischen 20 und 50 Jahren (79 Frauen, 236 …Vergleichsgruppe: neineinmalige BefragungBegutachtet: unklar

Frage. Wie häufig wurden Menschen, die wegen Schnarchen behandelt werden, als Baby gestillt, und wie häufig nutzten sie lange Schnuller oder Daumen?

Ergebnis. 20 Prozent gaben an, mindestens 6 Monate gestillt worden zu sein, 59 Prozent wussten, dass sie nicht gestillt wurden, 21 Prozent wussten es nicht. Unter den Gestillten hatten 52 Prozent, unter den Nichtgestillten 77 Prozent lange Schnuller oder Daumen genutzt.

Grenzen. Ohne Vergleich mit Menschen, die nicht schnarchen, lässt sich kein Zusammenhang und erst recht keine Ursache zeigen. Die Erinnerung Erwachsener an Stillen und Schnuller ist unsicher. Kurzbeitrag in einer Verbandszeitschrift, ohne Statistik.

Original (PDF)

Veröffentlichungen

Alle Arbeiten seit 1993

Die vollständige Liste der Veröffentlichungen von Sabine und Klaus Berndsen, nach Themen geordnet. Wo ein PDF verlinkt ist, kannst du das Original lesen.

FaceFormer-Therapie und orofaziale Funktion (18)
  1. Berndsen K (2009): „Das Cranio-Cervicale-Myo-Funktionsmodell (CCMF): Primäre und sekundäre Auswirkungen interaktiver Cranio-Cervicaler-Funktionsstörungen.“ Fortbildungstagung des e.V. für Morpho-Physiologische Therapie (MPL-Therapie), Kiel, 5.9.2009Vortrag
  2. Berndsen K, Berndsen S, van de Gehuchte C (2006): „En nieuwe therapie voor het corrigeren van arofaciale spierfuncties.“ In: Signaal 56, Significant voor de professionele hulpverlener, 15. Jahrgang, 2006, S. 20-33, Destelbergen (Belgien)Zeitschrift PDF
  3. Korbmacher HM, Schwan M, Berndsen S, Bull J, Kahl-Nieke B (2004): „Evaluation of a new concept of myofunctional Therapy in Children.“ The International Journal of Orofacial Myology 30 (2004), S. 39-52 (30th Anniversary Edition), PMID 15832861Zeitschrift PDF
  4. Berndsen K, Berndsen S (2004): „Effektiver trainieren: Myofunktionelle Störungen und viszerales Schlucken sind oft Ursachen für Dysgnathien.“ In: KFO-Zeitung, Ausgabe 4, Mai 2004, S. 14-15, udp-Verlagsgesellschaft, KölnFachzeitung PDF
  5. Berndsen K (2004): „Auswirkungen der Face-Former Therapie auf extra- und intraorale Muskelaktivitäten.“ In: Akuphon Kurier, Ausgabe 2/2004, UnnaFachzeitung PDF
  6. Kopp S, Berndsen K, Berndsen S, Ifert F, Langbein U (2004): „Strategien myofunktioneller Therapie mit dem FaceFormer.“ In: Quintessenz, Monatszeitschrift für die gesamte Zahnmedizin, 55. Jahrgang, Januar 2004, S. 45-52, Quintessenz Verlag, BerlinZeitschrift PDF
  7. Kahl-Nieke B, Korbmacher H, Berndsen S, Schwan M, Bull J (2003): „Evaluation of a new concept of functional Therapy supporting orthodontic treatment.“ Posterdemonstration, 79. Kongress der European Orthodontic Society, Prag, 10. bis 14.6.2003Poster PDF
  8. Berndsen K, Berndsen S (2003): „FaceFormer-Therapie (FFT): Neue Hilfen zur Korrektur orofazialer Muskelfunktionen.“ In: Logopädie (Zeitschrift), Nr. 4/2003, S. 7-8, Hrsg. Verband der diplomierten Logopädinnen, WienZeitschrift PDF
  9. Berndsen K (2002): „Instrumento de Entreamiento de Fuctiones Orales. I Conbreso Internacional De Implantologia Oral.“ El FaceFormer. I Congreso Internacional de Implantología Oral, Colegio Odontológico de Lima (Peru), 26. bis 28.9.2002Vortrag
  10. Berndsen K (2001): „FaceFormer (FF): Een nieuwe myofunktionele therapie.“ NVLF Jaarcongres (Jahreskongress des niederländischen Logopädenverbandes), Ede, 3.11.2001Vortrag PDF
  11. Berndsen K, Kopp S, Berndsen S, Wangemann D, Ifert F (2001): „Indikation und Behandlungsstrategien myofunktioneller Therapie mit dem FaceFormer.“ Deutsche Gesellschaft für Kieferorthopädie, 74. Wissenschaftliche Jahrestagung, Posterdemonstration P51, Friedrichshafen, 12. bis 16.9.2001Poster PDF
  12. Kopp S, Berndsen K, Berndsen S, Wangemann D, Ifert F (2001): „Reliabilität der funktionsorientierten Messung perioraler Muskulatur mit dem FaceFormer.“ Deutsche Gesellschaft für Kieferorthopädie, 74. Wissenschaftliche Jahrestagung, Posterdemonstration P52, Friedrichshafen, 12. bis 16.9.2001Poster PDF
  13. Berndsen K, Berndsen S (2000): „Neuentwicklung zur Therapie orofazialer Dyskinesien im stomatognathen System – Ein einfaches Gerät und gezielte Übungen bringen Besserung“ In: DZW, Die Zahnarztwoche, 1-2/2000 vom 12.1.2000, S. 14, Rubrik Praxis aktuellFachzeitung PDF
  14. Berndsen S (1998): „Das Kaugummi hat sich etabliert!?“ MFT-Mitteilungen Nr. 16, München 1998, S. 12Zeitschrift
  15. Berndsen S (veröffentlicht unter dem Namen Heinemann) (1993): „MFT als funktionelles Übungsprogramm.“ MFT-Workshop, Interlaken (Schweiz), 19. und 20.3.1993Vortrag
  16. Berndsen K (1992): „Frühes Erkennen verhindert teure Spätschäden.“ 10. Europäischer Kongress für Myofunktionelle Therapie, Lüneburg, 13. und 14.11.1992Vortrag
  17. Berndsen K, Berndsen S (1991): „Neuromotorische Koordinationsstörungen und Auswirkungen auf die orofaziale Muskulatur.“ Peter Lang Verlag, Frankfurt 1991Buch
  18. Berndsen S (veröffentlicht unter dem Namen Heinemann) (1988): „MFT in Kombination mit kieferorthopädischer und sprachtherapeutischer Behandlung, Video-Dokumentation einer Fallstudie.“ Europäischer Kongress für Myofunktionelle Therapie, Würzburg, 11. und 12.11.1988Vortrag
Schlaf, Schnarchen, Schlafapnoe (7)
  1. Berndsen K, Berndsen S (2023): „FaceFormer-Therapie – Neurophysiologische Kausalterapie bei „Cranio-Cervikalem Dysfunktionssyndrom“ (CCDS) mit impliziten Symptomen von Schnarchen und Schlafapnoe.“ In: Langenhan J, Kopp S (Hrsg.): Zahnärztliche Schlafmedizin. Von Praktikern für Praktiker. Georg Thieme Verlag, Stuttgart, New York 2023, S. 285-302Buchkapitel
  2. Berndsen K (2006): „FaceFormer: Die natürliche Therapie gegen Schnarchen“ Vortrag, Messe „Schlaf Gut 2006“, München, 18.11.2006Vortrag
  3. Berndsen K, Berndsen S, Kopp S, Ifert F (2004): „Wirkungen der Therapie mit dem FaceFormer auf Schnarchen und Schlafapnoe.“ Deutsche Gesellschaft für Kieferorthopädie, 77. Wissenschaftliche Jahrestagung, Posterdemonstration P73, Freiburg i. Br., 22. bis 26.9.2004Poster PDF
  4. Berndsen K, Berndsen S (2004): „Atemaussetzer beim Schlafen.“ In: Dental Magazin 1/2004 (März), S. 128-131, Deutscher Ärzteverlag, KölnFachzeitung PDF
  5. Berndsen K, Berndsen S (2004): „Die FaceFormer-Therapie. Ein neues funktionelles Behandlungskonzept bei Schnarchen und obstruktiver Schlafapnoe (Pilotstudie).“ In: Somno Journal 2/2004, S. 26-27Fachzeitung PDF
  6. Berndsen K, Berndsen S (2003): „Schnarchen und nächtliche Atemaussetzer jetzt einfach wegtrainieren.“ In: Gero’s internationaler Medizin-Report, Nummer 9, September 2003, S. 68-70, Gero Forschungs- und Dokumentationszentrum, Kreuzlingen (Schweiz)Fachzeitung PDF
  7. Berndsen K, Berndsen S (2002): „TAS, Trainingstherapie gegen Schlafapnoe und Schnarchen: Behandlung mit FaceFormer und OSP.“ DZW, Die Zahnarztwoche 27/02 vom 3.7.2002, Sonderteil Seminare und Fortbildungen, S. 20Fachzeitung PDF
Kinder, Stillen, Sprache, LKGN-Fehlbildungen, OSP (16)
  1. Berndsen S (2009): „Funktionelle Habilitation bei Störungen des Essens, Trinkens, Schluckens sowie der Sprachentwicklung.“ Fortbildungstagung des e.V. für Morpho-Physiologische Therapie (MPL-Therapie), Kiel, 5.9.2009Vortrag
  2. Berndsen K, Berndsen S (2007): „Myofunktionelle Behandlungen und ihr Einfluss auf die sprachliche Artikulation.“ In: Schöler H, Welling A (Hrsg.): Sonderpädagogik der Sprache, Band 1 (Handbuch), Hogrefe, Göttingen 2007, S. 866-890Buchkapitel PDF
  3. Berndsen K, Berndsen S (2006): „Neue Möglichkeiten zur Behandlung von Funktionsstörungen bei Lippen-, Kiefer-, Gaumen-, Nasenfehlbildungen (LKGN-Fehlbildungen): FaceFormer-Therapie (FFT) und Orale-Stimulations-Platten (OSP).“ In: Gesichter, Heft 1, 18. Jahrgang, April 2006, S. 2-7. Hrsg. Wolfgang Rosenthal Gesellschaft (Selbsthilfevereinigung), HüttenbergZeitschrift PDF
  4. Berndsen K, Berndsen S (2005): „Stillen und Schnulleranwendung als Ursache für Schnarchen und nächtliche Atemaussetzer.“ Laktation und Stillen, Zeitschrift des Verbandes Europäischer Laktationsberaterinnen (VELB), Nr. 2/2005, 18. Jahrgang, S. 58-59Zeitschrift PDF
  5. Berndsen K, Berndsen S (2004): „Gestillte Kinder neigen als Erwachsene seltener zum Schnarchen: Stillen trainiert die Mund- und Rachenmuskulatur.“ Die Zahnarztwoche (DZW), 1.12.2004, S. 1 und 4, Zahnärztlicher Fachverlag, HerneFachzeitung
  6. Korbmacher H, Berndsen K, Berndsen S, Kahl-Nieke B (2003): „Vorstellung eines modifizierten Stimulationsplattensystems bei Kindern mit Down Syndrom.“ In: Forum Logopädie, Zeitschrift des Deutschen Bundesverbandes für Logopädie, Heft 3, Mai 2003, S. 14-16Zeitschrift PDF
  7. Berndsen K (2002): „Reflektieren und Motivieren. Schnittstelle einer Kooperation: Sprachtherapie und Logopädie“ Dental Magazin 3/2002 (September), Deutscher Ärzteverlag, KölnFachzeitung
  8. Berndsen K, Berndsen S (2001): „Orale Stimulationsplatten (OSP): Profil für Orale-Stimulations-Platten (POSP).“ In: MFT-Mitteilungen, Zeitschrift des AK-MFT, zum 13. Europäischen Kongress des AK-MFT e.V., 2. und 3.11.2001, BrixenZeitschrift PDF
  9. Berndsen K (2001): „Stillen – richtiges Verhalten verhindert Schäden fürs Leben“ Fachvortrag vom 19.9.2001, Malteser Krankenhaus St. Josef, Hamm-Bockum-HövelVortrag
  10. Berndsen K (2001): „Orale-Stimulations-Platten (OSP).“ In: MFT-Mitteilungen Nr. 1/2001, S. 19-21, Hrsg. AK-MFT e.V., Taufkirchen/MünchenZeitschrift
  11. Berndsen K (2001): „Anwendung und Herstellung von Oralen-Stimulations-Platten (OSP): Profil für Orale-Stimulations-Platten (POSP).“ In: Tränkmann J, Lisson J (Hrsg.): Prävention und Frühbehandlung mit Hilfe der Myofunktionellen Therapie in der logopädischen bzw. sprachheilpädagogischen, zahnärztlichen und kieferorthopädischen Praxis, Taufkirchen 2001, S. 54-61Buchkapitel
  12. Berndsen K (1995): „Die Bedeutung prälingualer Fähigkeiten für die Sprachentwicklung:“ In: Laktation und Stillen 4/1995, S. 5-9Zeitschrift PDF
  13. Berndsen S (1994): „Allgemeine Hilfen und Übungen der professionellen Therapie bei Behinderungen der Eß-, Sprach- und Stimmentwicklung.“ Tagung „Down-Syndrom heute“, Dresden, 8. bis 10.10.1993. In: Dokumentation der Vorträge, EDSA Deutschland e.V., 1994, S. 56-58Vortrag PDF
  14. Berndsen K (1993): „Orofaziale Muskelfunktionsstörungen bei Menschen mit Down-Syndrom.“ Tagung „Down-Syndrom heute“, Dresden, 8. bis 10.10.1993. In: Dokumentation der Vorträge, EDSA Deutschland e.V., S. 19-24Vortrag
  15. Berndsen K (1993): „Die Bedeutung orofazialer Reflexentwicklung für die Lautbildung.“ Die Sprachheilarbeit 3/1993 (38. Jahrgang, Juni 1993), S. 140-145Zeitschrift PDF
  16. Berndsen S (veröffentlicht unter dem Namen Heinemann) (1988): „Kombinierte Anwendungen von logopädisch-funktioneller und myofunktioneller Therapie bei sprachlichen Artikulationsstörungen und mögliche Auswirkung auf die Entwicklung von Zahnstellungsanomalien.“ Europäischer Kongress für Myofunktionelle Therapie, Würzburg, 11. und 12.11.1988Vortrag
Kiefergelenk und Bruxismus (3)
  1. Berndsen K, Berndsen S, Kopp S (2009): „Bruxism: Diagnosis and new ways of functional treatment by the FaceFormer Therapy.“ Deutsche Gesellschaft für Kieferorthopädie, 82. Wissenschaftliche Jahrestagung, Posterdemonstration P19, Mainz, 16. bis 19.9.2009Poster PDF
  2. Berndsen K, Berndsen S, Kopp S (2009): „Bruxism: Diagnosis and new ways of functional treatment by the FaceFormer Therapy.“ Journal of Orofacial Orthopedics 70 (2009), Heft 5, S. 430Poster PDF
  3. Kopp S, Berndsen K, Berndsen S, Ifert F, Langbein U (2004): „Initiale Therapie myogener Befunde im kraniomandibulären System mit einem konfektionierten intra-/extraoralen Trainingsgerät.“ In: Manuelle Medizin 42 (2004), Heft 1, S. 55-61 (laut Artikel S. 55-62), Springer, Heidelberg, DOI 10.1007/s00337-004-0283-yZeitschrift PDF
Haltung und Leistung (1)
  1. Herget A, Ohlendorf D, Berndsen K, Kopp S (2009): „Die FaceFormer-Therapie und die Auswirkungen auf die Haltung der Wirbelsäule.“ Deutsche Gesellschaft für Kieferorthopädie, 81. Wissenschaftliche Jahrestagung, Posterdemonstration, Köln (Jahresangabe der ISST-Liste: 9/2009)Poster PDF
Weitere Arbeiten (Hörakustik, Kommunikationshilfen u. a.) (12)
  1. Berndsen K (1997): „Die Adaption von Hörgeräten unter Berücksichtigung der Ergebnisse psychoakustischer Forschung.“ In: Hörakustik Nr. 3, März 1997, S. 40-45Fachzeitung PDF
  2. Berndsen K (1997): „Digitales Messverfahren zur Bestimmung von Ohrgeräuschen. Tinnitus-Hunter nach Berndsen.“ In: Hörakustik Nr. 2, Februar 1997, S. 64-68Fachzeitung PDF
  3. Berndsen K (1997): „Wir sprechen einfach so!“ In: Dialog Rehabilitation, Nr. 1, Januar 1997, 2. Jahrgang, Zeitschrift der Unternehmensgruppe Gehrmeyer-SchuchmannFachzeitung
  4. Berndsen K (1997): „Wen die Geräusche plagen.“ In: Dialog Rehabilitation, Nr. 1, Januar 1997, 2. Jahrgang, S. 1-2, Zeitschrift der Unternehmensgruppe Gehrmeyer-SchuchmannFachzeitung
  5. Berndsen K (1997): „PFS-System für verbesserte Fußhaltung.“ In: Haverich News, Spezialausgabe zur Reha-Messe 1997, S. 2Fachzeitung PDF
  6. Berndsen K (1996): „VIVOCOM, Situations Communicator-System nach Berndsen.“ In: Computergestützte Sprachtherapieprogramme und Kommunikationshilfen für Aphasiker. Workshop Computergestützte Sprachtherapie, 3. Internationaler Aphasie-Kongress, Würzburg, 12. bis 14.9.1996Vortrag PDF
  7. Berndsen K (1996): „VIVOCOM-ein neuentwickeltes Kommunikator- und Therapiesystem für Menschen mit Sprachbehinderungen.“ Workshop Computergestützte Sprachtherapie, Universität Leipzig, 13.9.1996Vortrag
  8. Berndsen K (1996): „Die Adaption von Hörgeräten unter Berücksichtigung der Ergebnisse psychoakustischer Forschung.“ In: Impuls 96, 1. Jahrestagung der Dreve-Otoplastik GmbH, 15.6.1996Vortrag PDF
  9. Berndsen K (1995): „Selektiver Lärmschutz für Zahnärzte. Zahnärzte sind beruflich extremen Geräuschen ausgesetzt.“ In: DZW, Die Zahnarztwoche 13/95, Korrektur in 14/95Fachzeitung
  10. Berndsen K (1995): „Gefährlicher Lärm in der Zahnarztpraxis. Lärmschutz für Zahnärzte.“ In: ZWR, Das Deutsche Zahnärzteblatt 7/8 1995, 104. Jahrgang, S. 586-589Zeitschrift PDF
  11. Berndsen K, Grebe RB (1992): „Sonderpädagogischer Förderunterricht mit neuen Technologien bei Kindern und Jugendlichen mit Sprachbehinderungen.“ In: SOPÄD FuNT Sonderpädagogik. Eine schulformübergreifende Einführung in den sonderpädagogischen Förderunterricht mit neuen Informations- und Kommunikationstechnologien. Landesinstitut für Schule und Weiterbildung, Soest 1992, S. 107-126Buchkapitel
  12. Berndsen K (1990): „Medienhandeln und Kommunikationslernen.“ Verlag Peter Lang, Frankfurt am Main 1990Buch

Die meisten dieser Arbeiten haben Sabine und Klaus Berndsen selbst verfasst oder mitverfasst, also die Menschen, die den FaceFormer entwickelt haben. Viele sind Kongressposter, Kurzfassungen oder Beiträge in Fachzeitungen ohne unabhängige Begutachtung, und die meisten Untersuchungen sind klein und haben keine Vergleichsgruppe. Begutachtete Zeitschriftenartikel mit Vergleichsgruppe sind die Hamburger Studie bei Kindern (2004) und die Jenaer Arbeit zu Kieferschmerzen (2004). Die übrigen Arbeiten zeigen, woran gearbeitet wurde, gesicherte Effekte zeigen sie nicht.

Prüfen

Wie man ein Training fair prüft

Ein Trainingsverfahren wirkt über Lernen. Es verändert ein gekoppeltes Steuerungsmuster, und die Wirkung kann sich in sehr unterschiedlichen Beschwerden zeigen. Studien, die auf ein einzelnes Symptom und wenige Nächte zugeschnitten sind, erfassen das schlecht.

01

Wurde richtig trainiert?

Die Wirkung entsteht durch Lernen. Eine Untersuchung muss dokumentieren, ob und wie korrekt trainiert wurde. Sonst prüft sie eine Mischung aus Training und Nicht-Training.

02

Zwischenschritte messen

Nasenatmung, Lippenschluss, Schluckmuster und Kopfbalance verändern sich vor dem Symptom. Ohne diese Zwischenschritte lässt sich eine Besserung dem Training nicht zuordnen.

03

Genug Zeit

Ein über Jahre eingeschliffenes Muster ändert sich nicht in wenigen Wochen. Die Beobachtung muss mehrere Monate umfassen.

Passive Hilfen

Schienen, Lagekissen oder Atemmasken verändern für die Dauer der Anwendung die Geometrie des Atemwegs, die Lage des Unterkiefers oder die Schlaflage. Das kann wirksam und im Einzelfall notwendig sein. Die Steuerung dahinter bleibt, deshalb müssen sie dauerhaft angewendet werden.

Aktives Training

Das Training setzt an der Steuerung selbst an: Atmung, Schlucken und Kopfbalance werden im selben Ablauf geübt, bis sie ohne Aufmerksamkeit laufen. Das braucht Zeit und Mitarbeit, zielt aber auf das Muster und nicht auf die Stütze.

Aus dem Fehlen einer Studie folgt nicht, dass ein Zusammenhang nicht besteht. Es folgt, dass er nicht geprüft ist.

Wir behaupten keine Wirkung, die nicht untersucht ist, und halten solche Studien für notwendig. Eine vom Hersteller finanzierte Studie wäre nicht unabhängig. Unabhängige Untersuchungen unterstützen wir gern mit Geräten und einer Einweisung in die korrekte Anwendung, ohne Einfluss auf Durchführung und Auswertung.

Grundlagen

Worauf das Modell aufbaut

Die FaceFormer-Therapie stützt sich auf Erkenntnisse, die andere Arbeitsgruppen unabhängig vom FaceFormer gewonnen haben. Keine dieser Arbeiten hat das Gerät oder das Training untersucht. Sie beschreiben die Physiologie von Nase, Zunge, Schlucken, Kopfbalance und Lernen, auf die das Modell zurückgreift.

Zu jeder Arbeit steht in einem Satz, was sie zeigt. Die Links führen zur Originalquelle.

Aufgeschlagenes Buch in einer Bibliothek
Nase und Atmung
  1. Lundberg JO, Farkas-Szallasi T, Weitzberg E et al. (1995). High nitric oxide production in human paranasal sinuses. Nature Medicine 1(4):370–373. DOI
    In den Nasennebenhöhlen des Menschen wird viel Stickstoffmonoxid gebildet, ein Gas, das mit der Nasenatmung in die Atemwege gelangt.
  2. Zipperer A, Konnerth MC, Laux C et al. (2016). Human commensals producing a novel antibiotic impair pathogen colonization (Lugdunin, Universität Tübingen). Nature 535:511–516. DOI
    Ein natürlicher Bewohner der Nase bildet einen bis dahin unbekannten antibiotischen Wirkstoff, Lugdunin, der die Ansiedlung von Krankheitserregern erschwert.
  3. Torres Salazar BO, Dema T, Schilling NA et al. (2023). Commensal production of a broad-spectrum and short-lived antimicrobial peptide polyene eliminates nasal Staphylococcus aureus (Epifadin, Universität Tübingen). Nature Microbiology. DOI
    Ein weiteres Nasenbakterium bildet Epifadin, einen kurzlebigen Wirkstoff, der Staphylococcus aureus in der Nase zurückdrängt.
  4. Harvold EP, Tomer BS, Vargervik K, Chierici G (1981). Primate experiments on oral respiration. American Journal of Orthodontics 79(4):359–372. PMID 6939331. PubMed
    Tierversuch an Primaten zur erzwungenen Mundatmung und ihren Folgen für die Entwicklung von Gesicht und Kiefer.
  5. Abdel Hadi LA, Aburahma SK (2022). Effect of mouth breathing on dentofacial morphology, systematische Übersicht. Volltext
    Systematische Übersicht zum Zusammenhang zwischen Mundatmung und der Form von Zähnen, Kiefer und Gesicht.
Zunge und Schlucken
  1. Endo C, Sato T, Yajima T, Igarashi K, Ichikawa H (2018). Innervation of the human incisive papilla. Cells Tissues Organs 205(2). DOI
    Beschreibt die Nervenversorgung der Papilla incisiva, der kleinen Erhebung hinter den oberen Schneidezähnen.
  2. Caltenco HA, Lontis ER, Boudreau SA et al. (2012). Tip of the tongue selectivity and motor learning in the palatal area. IEEE Transactions on Biomedical Engineering 59(1):174–182. DOI
    Untersucht, wie genau die Zungenspitze Zielpunkte am Gaumen ansteuern kann und wie sich das durch Übung verbessert.
  3. Hiiemae KM, Palmer JB (2003). Tongue movements in feeding and speech. Critical Reviews in Oral Biology & Medicine 14(6):413–429. PMID 14656897. PubMed
    Übersicht über die Bewegungen der Zunge beim Essen und beim Sprechen.
  4. Gilbert RJ, Napadow VJ, Gaige TA, Wedeen VJ (2007). Anatomical basis of lingual hydrostatic deformation. PMID 18025008. PubMed
    Beschreibt, wie der Faseraufbau der Zunge ihre vielfältigen Formveränderungen möglich macht.
  5. Jean A (2001). Brain stem control of swallowing: neuronal network and cellular mechanisms. Physiological Reviews 81(2):929–969. DOI
    Übersicht darüber, wie ein Netzwerk von Nervenzellen im Hirnstamm das Schlucken steuert.
Kiefer, Kopfbalance, CMD
  1. Rocabado M (1983). Biomechanical relationship of the cranial, cervical, and hyoid regions. PMID 6586872. PubMed
    Beschreibt die biomechanischen Beziehungen zwischen Schädel, Halswirbelsäule und Zungenbeinregion.
  2. Manfredini D et al. (2017). Temporomandibular disorders and dental occlusion. A systematic review of association studies: end of an era? PMID 28600812. PubMed
    Systematische Übersicht zur Frage, wie eng Kiefergelenkbeschwerden mit dem Zusammenbiss der Zähne zusammenhängen.
  3. Hansraj KK (2014). Assessment of stresses in the cervical spine caused by posture and position of the head. PMID 25393825. PubMed
    Berechnet, wie die Belastung der Halswirbelsäule zunimmt, je weiter der Kopf nach vorn geneigt wird.
  4. Korbmacher H, Kahl-Nieke B (2005). Orofacial myofunctional disorders in children with asymmetry of the posture and locomotion apparatus. Int J Orofacial Myology 31:26–38. PMID 16739710. PubMed
    Untersucht bei Kindern mit Asymmetrien von Haltung und Bewegungsapparat, wie häufig zugleich orofaziale Funktionsstörungen vorliegen.
Myofunktionelle Therapie und Schlaf
  1. Camacho M, Certal V, Abdullatif J et al. (2015). Myofunctional therapy to treat obstructive sleep apnea: a systematic review and meta-analysis. Sleep 38(5):669–675. DOI
    Systematische Übersicht und Metaanalyse zu myofunktioneller Therapie bei obstruktiver Schlafapnoe. Untersucht wurden andere Übungsprogramme als die FaceFormer-Therapie, die Ergebnisse lassen sich nicht übertragen.
  2. Guilleminault C, Huang YS, Monteyrol PJ et al. (2013). Critical role of myofascial reeducation in pediatric sleep-disordered breathing. PMID 23522724. PubMed
    Beschreibt, welche Rolle ein gezieltes Training der Mund- und Gesichtsmuskulatur bei Kindern mit schlafbezogenen Atemstörungen spielt.
Lernen und Neuroplastizität
  1. Boutin A, Doyon J (2020). A sleep spindle framework for motor memory consolidation. PMID 32248783. PubMed
    Theoretischer Rahmen dafür, wie Schlafspindeln, kurze Aktivitätsmuster im Schlaf, gelernte Bewegungen im Gedächtnis festigen.
  2. Van den Steen L, Vanderwegen J, Guns C et al. (2019). Tongue-strengthening exercises in healthy older adults. PMID 30209561. PubMed
    Untersucht Kräftigungsübungen für die Zunge bei gesunden älteren Menschen.

Ehrlich eingeordnet

Was belegt ist und was Modell bleibt

Große, verblindete Studien mit mehreren Vergleichsgruppen und festgelegten Zielgrößen gibt es zur FaceFormer-Therapie nicht. Das ist der Stand, und wir sagen ihn so, wie er ist.

Belegt sind die Bausteine

Dass Atmung und Schlucken im Hirnstamm eng gekoppelt gesteuert werden, dass Lippen, Zunge und Gaumen dicht mit Nervenendigungen besetzt sind und dass Übung die Bewegungssteuerung im Mundraum verändert, ist in der Grundlagenforschung beschrieben. Für Kinder mit Funktionsstörungen im Mundraum gibt es dazu die Hamburger Studie.

Arbeitsmodell ist das Ganze

Dass sich diese Bausteine zu einem Therapieprinzip zusammenfügen, das Atmung, Schlucken und Kopfbalance gemeinsam in ihre Referenzordnung zurückführt, ist eine Hypothese. Klaus Berndsen nennt sie Triadische Musterregulation. Sie ist prüfbar, geprüft ist sie noch nicht.

01

Eigene Begriffe

Das Cranio-Cervicale Funktions-Modell (CCFM) und das Cranio-Cervicale Dysfunktions-Syndrom (CCDS) haben Sabine und Klaus Berndsen entwickelt. Sie ordnen Befunde, die oft gemeinsam auftreten. In einer internationalen Klassifikation stehen sie nicht, eine Diagnose im medizinischen Sinn ist das CCDS nicht.

02

Beobachtung ist kein Beleg

Viele Verläufe aus der Praxis sind ermutigend. Sie sind wertvoll, weil aus ihnen genaue Studienfragen entstehen. Eine kontrollierte Studie ersetzen sie nicht.

03

Was noch fehlt

Daten über mehrere Jahre, Vergleiche mit anderen Verfahren und größere Verlaufsstudien mit vorher festgelegten Messgrößen wie Nasenatmung, Lippenschluss und Schluckmuster.

04

Nicht die einzige Ursache

Erbanlagen, Umwelt, Infektionen und Lebensumstände behalten ihr eigenes Gewicht. Nicht jede Beschwerde hat einen Anteil in der Triade, und die Triade ersetzt keine Fachbehandlung.

Wir halten das Training trotzdem für sinnvoll. Atmung, Schlucken und Kopfbalance stehen am Anfang vieler Kausalketten, und viele Beschwerden können mit ihnen zusammenhängen. Was dabei herauskommt, hängt von vielem ab. Das Training bringt natürliche Funktionen in ihr ursprüngliches Muster zurück, damit machst du nichts falsch.

Für Fachleute

Quellen im Original, Methode im Seminar

Für Teilnehmende unserer Seminare haben wir ein Quellenpaket zusammengestellt, mit Literaturliste, der Hamburger Dissertation im Volltext und den Kongressbeiträgen. In den Fortbildungen geht es um Befund, Übungsaufbau und die Grenzen der Methode.

Fortbildungen und Seminare

Hörsaal während eines Fachvortrags

Fragen

Häufig gefragt

Ist die Wirkung der FaceFormer-Therapie wissenschaftlich gesichert?

Zum Teil. Für Kinder und Jugendliche mit Funktionsstörungen im Mundraum gibt es eine randomisierte Studie über sechs Monate mit deutlichen Unterschieden bei Mundatmung und Schluckmuster. Für die meisten anderen Anwendungsgebiete gibt es Pilotdaten, Fallberichte und klinische Erfahrung, aber keine kontrollierten Studien.

Warum gibt es nicht mehr große Studien?

Große Studien mit mehreren Vergleichsgruppen und Nachbeobachtung über Jahre übersteigen die Möglichkeiten einer kleinen, in die Praxis eingebundenen Forschung. Klaus und Sabine Berndsen arbeiten deshalb vor allem translational. Sie verbinden Erkenntnisse der Grundlagenforschung mit Beobachtungen am Patienten. Den formalen Nachweis ersetzt das nicht, es liefert die Fragen, die weitere Studien prüfen sollten.

Gelten die Hamburger Ergebnisse auch für Erwachsene?

Nicht ohne Weiteres. Untersucht wurden Kinder und Jugendliche zwischen 3,9 und 16,9 Jahren. Für Erwachsene und für einzelne Beschwerden wie Schnarchen oder Kiefergelenkprobleme lassen sich die Zahlen nicht übertragen.

Wo finde ich die Studien im Original?

Die Hamburger Dissertation ist als Volltext bei der Universität Hamburg frei zugänglich. Zeitschriftenartikel sind über die Links bei den Quellen erreichbar, teils nur beim Verlag.

Quellen

  1. Schwan M (2007): Evaluation einer innovativen apparativen Therapie zur Harmonisierung der orofazialen Muskulatur und Funktion. Eine prospektive randomisierte klinische Studie bei Kindern. Dissertation, Poliklinik für Kieferorthopädie, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (Prof. B. Kahl-Nieke). Volltext
  2. Korbmacher HM, Schwan M, Berndsen S, Bull J, Kahl-Nieke B (2004): Evaluation of a new concept of myofunctional therapy in children. International Journal of Orofacial Myology 30:39–52. PMID 15832861. PubMed
  3. Kahl-Nieke B, Korbmacher H, Berndsen S et al. (2003): Evaluation of a new concept of functional therapy supporting orthodontic treatment. 79. Kongress der European Orthodontic Society, Prag.
  4. Herget A, Ohlendorf D, Kopp S (2012): Auswirkungen der Face-Former-Therapie auf die Oberkörperstatik. Manuelle Medizin 50:204–210. DOI 10.1007/s00337-012-0911-x. DOI
  5. Booth D, Kinzinger G (2021): Behandlung eines offenen Bisses mit einer Kombination aus Highpull-Headgear und Face Former. Kieferorthopädie 35 (Quintessenz).
  6. Al-Nachef C, Doll GM, Sergl HG (2001): Zur Wirksamkeit eines neuen myofunktionellen Trainingsgerätes „FaceFormer“. In: Tränkmann J, Lisson J (Hrsg.): Prävention und Frühbehandlung. Taufkirchen, S. 62–69. ISBN 3-00-008757-5.
  7. Herget A, Ohlendorf D, Berndsen K, Kopp S (2009): Die Face-Former-Therapie und die Auswirkungen auf die Haltung der Wirbelsäule. Poster, Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kieferorthopädie.
  8. Berndsen K, Berndsen S (2023): FaceFormer-Therapie. Neurophysiologische Kausaltherapie bei CCDS. In: Langenhan J, Kopp S (Hrsg.): Zahnärztliche Schlafmedizin, Thieme, S. 285–302. DOI 10.1055/b-006-163270.
  9. Berndsen K, Berndsen S (2023): FaceFormer Trainings-Therapie. Manual zur Methodik. Eigenverlag (2. Auflage 2024).
  10. Berndsen K (in Vorbereitung): Trust the Triad. Kapitel Triadische Musterregulation und Schluss (Evidenzbasis).
  11. Weitere Veröffentlichungen: isst-unna.de, List of scientific publications. Grundlagenarbeiten mit Links im Abschnitt „Grundlagen“.

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Das FaceFormer-Training zielt darauf, die Basisfunktionen Atmung, Schlucken und Kopfbalance mit Mundschluss und Zungenreferenzlage wieder physiologisch einzustellen, und schafft damit die Voraussetzung dafür, dass sich Beschwerden bessern können. Es ersetzt keine ärztliche Abklärung. Behandlerinnen und Behandler in deiner Nähe findest du im Behandlerverzeichnis.