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Nimmt FaceFormer-Therapie Einfluss auf Diabetes?

Frage eines Therapeuten/Arztes vom 16.02.2011

Wir haben sehr viele Patienten, die wir mit der FaceFormer-Methode therapieren. Einige von Ihnen leiden auch unter Diabetes. Diabetische Patienten, welche die FaceFormer-Therapie aus völlig anderen Gründen angewendet haben, informierten uns, dass sich während der Behandlung ihr Blutzuckergehalt innerhalb von wenigen Tagen reduziert hat. Wir sollten dazu eine Erklärung abgeben. Spontan konnten wir keine Gründe nennen und wenden uns daher an Sie – Dr. Berndsen – da Sie Diabetes auf der Indikationsliste zur FaceFormer-Therapie vermerkt haben. Unsere Frage ist, ob Sie die beschriebenen Reaktionen kennen und kausale Zusammenhänge erklären können.

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Der Griff zum Schnuller

Schnuller – Nicht empfehlenswert

Nuk, Mam, Avent, Luckydent-Schnuller (Dr. Boehm), pickmed-Schnuller was auch immer: Schnuller bleibt Schnuller – Alle diese scheinheiligen Beruhiger nehmen äußerst negativen Einfluss auf die Ausbildung der Kiefer und Funktionen. Atmung, Essen, Trinken, Schlucken, ja sogar die Belüftung der Ohren werden massiv gestört. Die Superlative, welche von den Herstellern den unterschiedlichen Formungen der Schnuller angedichtet werden, sind grotesk, unbewiesen und entspringen lediglich der Phantasiewelt des Promoters. Die künstlichen Nippel sollen tatsächlich eine „flache Form“ (wo die auch immer entstehen soll. Schlimm genug wär’s ohnehin.) entwickeln. Von Unterstützung des natürlichen Schluckreflexes und von Förderung des Trinkverhaltens ist die Rede. Auch soll sich eine beruhigende Wirkung in Verbindung mit einer positiven Kieferformung einstellen. Wir wollen nicht unterstellen, dass die selbsterklärten Fachleute hier auf Teufel komm raus lügen und konzedieren zu ihren Gunsten solche Attribute als Parolen der Unwissenheit.

Kleinkind mit SchnullerVergleichende Untersuchungen fehlen

Es ist keine einzige Publikation bekannt, die eine seriöse Vergleichsuntersuchung mit Schnullern dokumentiert. Natürlich könnte eine Ethikkommission solch einem fatalen Menschenversuch auch gar nicht zustimmen. Und selbst wenn die Ironie wo weit ginge, Schnuller in einem spektakulärer Versuch an unseren behaarten Verwandten zu erproben, wäre die Ergebnisübertragung auf den Menschen nur schwer zu verkaufen.

Also bleibt nur die Möglichkeit, eine Beurteilung mittels annähernder Logik herbeizuführen:
Schnuller bestehen aus einer Platte und einem keilförmigen Nuckel. Während die Platte als Stopper gegen zu tiefes Eindringen in den Mundraum wirkt, wird der Keil zwischen den Zahnreihen durchgeführt und reicht mit einer Länge von 2,5 bis manchmal 5 cm bis weit über die Zungenmitte in den Mundraum hinein.

Je weniger Schnullernutzung, desto besser!

Beim Baby haben die unbezahnten Alveolarfortsätze im hinteren Bereich (distal) aufliegenden Kontakt, während der frontale Bereich der Zahnreihe (mesial) im Unterkiefer leicht hinter der des Oberkiefers zurücksteht. Diese Position ermöglicht den Schneidezähnen sich später in Abscherposition aufzustellen. Der Keil eines Schnullers führt immer durch die frontale Zahnreihe in den Mundraum, wodurch sich Ober- und Unterkiefer voneinander entfernen. Nicht je weiter desto schlechter und je weniger desto besser ist hier entscheidend sondern einzig und allein – wenige Nutzung eines Schnullers ist gut, weniger ist besser, gar nicht ist am besten. Der langanhaltende Kontakt des Schnullerkeils mit Zahnreihen, Zunge und Gaumen führt zu gravierenden Deformierungen in diesem System. Gleichermaßen kommt es zu reaktiven Funktionsveränderungen: Die ständige Mundöffnung, ohne die schließlich gar kein Schnuller angewendet werden kann, führt sehr bald zur Angewöhnung der Mundatmung. Die Atemwege der Nase bilden sich dadurch nicht ausreichend aus. Als Folge kann eine lebenslange Einschränkung der gesunden Nasenatmung bestehen bleiben. Ebenso stellt sich im Mund kein Unterdruck ein: Eine wichtige Voraussetzung für die Ventilationssysteme zum Mittelohr und zu den Höhlen des Kopfes sowie zur Ausformung des Gaumens.

Schnuller hänt an DornenrankeJede Menge schädliche Folgen

Der Keil des Schnullers stört darüber hinaus die Bewegung der Zunge, die beim Speicheltransport, Essen und Trinken besonders wichtig sind. Sie entwickelt eine Kompensationsbewegung. Schon wenige Wochen reichen aus, damit falsche Bewegungsmuster automatisiert werden und notwendige Synchronisierungen von Muskelkettenfunktionen verhindern.
Bleibt letztlich noch die neurophysiologischen Auswirkungen zu bedenken: Der Mensch ist eine physiologische Frühgeburt und erwirbt die meisten Fähigkeiten von Bewegung, Sprache und Denken erst außerhalb des Mutterleibes. Wird während dieser Zeit die natürlich Entwicklung durch die Anwendung überflüssiger Hilfsmitteln gestört, fixieren sich im Gehirn falsche Muster. Sie führen dazu, dass sich im späteren Leben Störungen oder Erkrankungen ausbilden, die natürlich niemand mehr mit einer lang zurückliegenden Ursache in Verbindung bringt. Zahnfehlstellungen, Hörstörungen, Schmerzen etc. sind nur einige Beispiele dafür. Also besser alle Schnuller aus der Welt schaffen – Sie sind wie Convenience Food, dass den Erziehenden das Leben kurzzeitig etwas angenehmer machen soll. Die zu erwartenden Folgeschäden wiegen aber die wenigen gelassenen Stunden nicht auf.

Ein Schnuller optimiert keine Entwicklungen und Kinder, die ihn nicht kennen lernen, entgeht nichts was für sie wichtig wäre. Die Anwendungszeit der schädlichen Nippel übertrifft sogar die des Daumenlutschens. Während der Daumen zumindest dann aus dem Mund muss, wenn die Hände gebraucht werden, kann der Schnuller auch beim Hantieren noch im Mund verbleiben. Solche Daueranwendungen haben auch wahrlich nichts, aber auch gar nichts mit der so genannten „Oralen Phase“ zu tun. Im Gegenteil sie verhindert sogar die Variationsbreite von Erfahrungen, die über den Mund gemacht werden.