Gesundheit braucht Verstand

Drei Funktionen.
Ein Training.

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Triade 1 von 3 · Atmung

Nasenatmung muss sein.

Die Nase wärmt, befeuchtet und filtert die Luft, der Mund bewegt sie nur. Mundatmung ist schädlich, besonders im Wachstum3. Nasenatmung braucht einen geschlossenen Mund und eine Zunge am Gaumen.

Triade 2 von 3 · Schlucken

Die Zunge gehört an den Gaumen.

Viele hundert bis tausend Mal am Tag7. Ausgangspunkt ist die Zungenreferenzlage: Die Zungenspitze liegt an der kleinen Erhebung hinter den oberen Schneidezähnen. Von dort arbeitet die Zunge gegen den Gaumen, nicht gegen die Zähne.

Triade 3 von 3 · Kopfbalance

Kopf in Balance.

Dein Kopf trägt Augen, Ohren und Gleichgewichtsorgan und balanciert auf dem obersten Halswirbel. Kiefer, Zunge, Zungenbein und Nacken arbeiten dabei als ein Verbund.

Atmung
Schlucken
Kopfbalance

Zusammen: die Triade.

Drei Funktionen, auf denen im Körper alles aufbaut. Das FaceFormer-Training übt sie gemeinsam, als ein Muster.

Unser Leitsatz

Gesundheit braucht Verstand.

Das ist unser Motto, und darauf baut die FaceFormer-Therapie auf: erst verstehen, wie Atmung, Schlucken und Kopfbalance zusammenhängen, dann gezielt am Anfang der Kausalkette ansetzen. Dr. Klaus-Jürgen Berndsen hat die Methode aus dieser Haltung entwickelt, seit über 25 Jahren gefertigt in Unna.

Die Zusammenhänge erklärt er auch auf YouTube

Dr. Klaus-Jürgen Berndsen mit dem FaceFormer
Dr. Klaus-Jürgen BerndsenEntwickler der FaceFormer-Therapie

Warum gerade diese drei

Die Voraussetzung dafür, dass alles funktionieren kann.

Atmung

Nasenatmung muss sein

  • Sauerstoff für jede Zelle kommt nur über die Atmung.
  • Die Nase wärmt, befeuchtet und filtert die Luft. Der Mund bewegt sie nur.
  • Die Nase ist ein Labor: Die Nebenhöhlen bilden Stickstoffmonoxid1, Bakterien der Nasenschleimhaut eigene Abwehrstoffe wie Lugdunin und Epifadin2.
  • Mundatmung ist schädlich, besonders für Kiefer und Gesicht im Wachstum3.
  • Nasenatmung braucht Voraussetzungen: freie Atemwege, einen geschlossenen Mund, eine Zunge am Gaumen.
Schlucken

Die Zunge formt mit

  • Jeder Nährstoff und jeder Schluck Wasser kommt über das Schlucken, viele hundert bis tausend Mal am Tag7.
  • Die Zunge am Gaumen gibt dem Oberkiefer von innen Halt und Richtung, im Wachstum formt sie ihn mit3.
  • Jeder Schluck ist ein fein abgestimmter Ablauf, den der Hirnstamm aus den Meldungen von Zunge, Gaumen und Rachen steuert4.
  • Ein sauberer Ablauf führt Speichel und Nahrung in die richtige Richtung, dabei gleicht die Ohrtrompete den Druck im Mittelohr aus.
Kopfbalance

Der Kopf gibt den Raum vor und bestimmt die Körperstatik

  • Sie schafft den Raum für die Atemwege, damit Atmen und Schlucken frei ablaufen.
  • Sie richtet den Körper auf, damit Zwerchfell, Muskelpumpen und Lymphfluss gut arbeiten können5.
  • Balanciert der Kopf, muss der Nacken nicht ausgleichen. Sonst übernehmen Nacken- und Rückenmuskeln Haltearbeit, die sie auf Dauer belastet.
  • Augen, Ohren und Gleichgewichtsorgan bleiben ruhig im Raum orientiert.
Ein Funktionskreis, keine drei Baustellen.Alle drei werden im Hirnstamm gemeinsam gesteuert, dort, wo auch der Vagusnerv ankommt4. Keine davon kannst du abgeben oder auf später verschieben. Ist ein Muster gestört, weicht der Körper aus, und dieser Mehraufwand kann sich an ganz anderen Stellen zeigen. Deshalb lohnt es sich, bei vielen Beschwerden auch hier hinzuschauen: am Anfang der Kausalkette.

Die Triade steht am Anfang vieler Kausalketten. Viele Beschwerden können damit zusammenhängen. Das Training bringt die natürlichen Funktionen zurück ins Muster.

  1. 1Basisfunktion weicht abAtmung, Schlucken oder Kopfbalance laufen nicht mehr im angelegten Muster, etwa durch eine verlegte Nase, einen Schnuller oder lange Bildschirmarbeit.AtmungSchluckenKopfbalance
  2. 2Der Körper gleicht ausEr weicht aus, statt auszufallen: Mundatmung, eine Zunge ohne Halt am Gaumen, mehr Muskelarbeit im Nacken. Das Ausweichmuster wird zur Gewohnheit.
  3. 3Die Versorgung verändert sichSauerstoff, Nährstoffe und Körperspannung kommen nur noch mit mehr Aufwand an.SauerstoffStoffwechselStatik
  4. 4Systeme geraten unter LastKreislauf, Nerven, Muskeln, Gelenke, Zähne und Abwehr tragen den Mehraufwand mit.
  5. 5Beschwerden können entstehenOft weit weg vom Mund. Das Training setzt am Anfang der Kette an.

Kausalkette als Modell nach Dr. Klaus-Jürgen Berndsen. Nicht jede Beschwerde hat diese Ursache, bei vielen steht eine gestörte Basisfunktion am Anfang.

Beschwerden

Erkennst du dich wieder?

Fahr über eine Karte oder tippe sie an. Du siehst, wie die Beschwerde mit der Triade zusammenhängen kann. Nicht jede Beschwerde hat diese Ursache, aber bei vielen steht eine gestörte Basisfunktion am Anfang.

AtmungSchluckenKopfbalance

Mund offen, Mundatmung

Der Mund steht oft offen, morgens ist er trocken.

Wie hängt das zusammen? ›

Mund offen, Mundatmung

  1. Die Zunge liegt tief, die Lippen schließen nicht von selbst.
  2. Die Luft nimmt den kürzeren Weg durch den Mund.
  3. Das Training übt Mundschluss, Zungenreferenzlage und Nasenatmung, bis sie ohne Nachdenken laufen.
Mundatmung nachts
AtmungSchluckenKopfbalance

Schnarchen

Laut in der Nacht, unruhiger Schlaf, müde am Morgen.

Wie hängt das zusammen? ›

Schnarchen

  1. Im Schlaf lässt die Spannung von Zunge und Rachen nach.
  2. Bei offenem Mund sinkt die Zunge nach hinten, der Atemweg wird enger.
  3. Das Training setzt bei Mundschluss und Zungenreferenzlage an, nachts mit dem ZERO.

Atemaussetzer, Ohrgeräusche oder Schwindel gehören zuerst ärztlich abgeklärt.

Schnarchen und Schlafapnoe
AtmungSchluckenKopfbalance

Kiefer, Knacken, CMD

Das Kiefergelenk knackt, die Kaumuskeln sind verspannt.

Wie hängt das zusammen? ›

Kiefer, Knacken, CMD

  1. Kaumuskeln, Zunge und Nacken arbeiten als Verbund.
  2. Gerät dieses Muster aus dem Gleichgewicht, kann das Kiefergelenk die Last tragen.
  3. Das Training stellt die Zusammenarbeit von Zunge, Lippen und Kopfbalance neu ein.
CMD und Kiefergelenk
AtmungSchluckenKopfbalance

Zähneknirschen und Pressen

Morgens müde Kiefer, abgeriebene Zähne.

Wie hängt das zusammen? ›

Zähneknirschen und Pressen

  1. Im Schlaf sucht das Nervensystem einen Ausgleich für Spannung im System.
  2. Knirschen und Pressen können ein solcher Ausgleich sein.
  3. Eine Schiene gibt dem Kiefer von außen eine Lage vor. Das Training stellt seine muskuläre Führung ein.
Knirschen, Pressen und Schiene
AtmungSchluckenKopfbalance

Nacken und Kopfschmerz

Verspannter Nacken, der Kopf wandert nach vorn.

Wie hängt das zusammen? ›

Nacken und Kopfschmerz

  1. Der Kopf will ausbalanciert sein, jede Stunde des Tages.
  2. Arbeiten Kiefer und Zunge nicht mit, übernimmt der Nacken mehr.
  3. Das Training bezieht die Kopfbalance ausdrücklich mit ein.
Nacken und Rücken
AtmungSchluckenKopfbalance

Zunge, Schlucken, Lispeln

Die Zunge schiebt sich zwischen die Zähne.

Wie hängt das zusammen? ›

Zunge, Schlucken, Lispeln

  1. Die Zunge findet ihren Platz am Gaumen nicht.
  2. Sie drückt beim Schlucken nach vorn gegen die Zähne.
  3. Das Training führt sie über den Unterdruck beim Schlucken an den Gaumen.
Zungenreferenzlage
AtmungSchluckenKopfbalance

Zahnspange und Zahnstellung

Zähne stehen schief oder wandern nach der Spange zurück.

Wie hängt das zusammen? ›

Zahnspange und Zahnstellung

  1. Zunge und Lippen wirken jeden Tag viele hundert bis tausend Mal auf die Zähne.
  2. Ein ungünstiges Muster arbeitet gegen die Zahnstellung.
  3. Das Training begleitet Zahnspange und Retainer, beides bleibt.
Retainer und Rückfall
AtmungSchluckenKopfbalance

Druck auf den Ohren

Das Ohr fühlt sich zu an, der Druckausgleich klappt schlecht.

Wie hängt das zusammen? ›

Druck auf den Ohren

  1. Beim Schlucken öffnet sich die Ohrtrompete und gleicht den Druck aus.
  2. Schluckmuster und Atmung wirken dabei mit.
  3. Das Training übt genau diesen Schluckablauf.

Atemaussetzer, Ohrgeräusche oder Schwindel gehören zuerst ärztlich abgeklärt.

Ohrendruck und Druckausgleich
AtmungSchluckenKopfbalance

Kinder

Offener Mund, Schnuller, Zunge zwischen den Zähnen.

Wie hängt das zusammen? ›

Kinder

  1. Die Muster der Kindheit prägen mit, wie Kiefer und Gesicht wachsen.
  2. Früh hinsehen lohnt sich.
  3. Kinder trainieren spielerisch mit dem weicheren ZERO.
FaceFormer für Kinder

Alle Anwendungsgebiete

FaceFormer ZERO

Das Gerät

Was ist der FaceFormer?

Ein Trainingsgerät aus medizinischem Silikon. Es gibt Lippen, Zunge und Atmung einen klaren Rahmen, und das Nervensystem lernt darin das richtige Muster.

Was ist die FaceFormer-Therapie   Material und Herstellung

ZERO und ONE

Gleiche Form.
Zwei Härten.

ONE

Fester. Nach einigen Wochen für das Training am Tag, auch für ältere Kinder. Material und Herstellung · Im Shop: ONE blue, ONE clear

ZERO

Weicher. Mit ihm beginnt jedes Training, er ist der FaceFormer für die Nacht und wird für Kinder von 2 bis 10 Jahren empfohlen. FaceFormer für Kinder · ZERO im Shop

Die Wirkung

Muster, nicht Muskel.

Atmung, Schlucken und Kopfbalance laufen ohne Nachdenken. Das Nervensystem steuert sie nach einem gelernten Muster. Ausgangspunkt ist die Zungenreferenzlage: Die Zungenspitze liegt an der kleinen Erhebung hinter den oberen Schneidezähnen, die Lippen liegen locker aufeinander, die Luft strömt durch die Nase.

So wirkt die FaceFormer-Therapie

WiederholenIn der Übung wiederholst du den Ablauf in kurzen Abständen, viel dichter als im Alltag. So bekommt dein Nervensystem in wenigen Minuten viele gleiche, saubere Wiederholungen. Kraft zählt dabei nicht.
UmlernenWas oft gleich wiederholt wird, verknüpft das Gehirn fester. Was nicht mehr genutzt wird, verblasst. So hast du einmal Sprechen und Laufen gelernt.
Von selbstDreimal täglich verteilt, damit das Muster zwischen den Einheiten nicht zurückfällt, bis es ohne Aufmerksamkeit läuft, auch im Schlaf.
FaceFormer ONE, Hygienebox und ZERO

Im Set

Alles, was du brauchst.

ONEHygieneboxZERO

Dazu die kostenlose App: Sie leitet die Grundübungen an, zählt mit und erinnert dich.

ZERO und ONE als Set im Shop

Studie

Untersucht, randomisiert.

Am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf wurden 45 Kinder und Jugendliche zufällig auf zwei Gruppen verteilt: Training mit dem FaceFormer oder myofunktionelle Therapie ohne Gerät, jeweils sechs Monate. Nachuntersucht wurden 30 Kinder, 17 mit und 13 ohne Gerät. Eine einzelne Studie mit kleiner Gruppe, zur Langzeitstabilität macht sie keine Aussage.

Studien und Wissenschaft

Mundatmung nach 6 Monaten

mit FaceFormer23,5 %
ohne Gerät69,2 %

Fehlerhaftes Schluckmuster nach 6 Monaten

mit FaceFormer29,4 %
ohne Gerät84,6 %

Vorher lag die Mundatmung bei 88,5 und 94,7 Prozent, ein fehlerhaftes Schluckmuster hatten alle. Schwan M, Dissertation, Universität Hamburg 2007. Korbmacher et al., Int J Orofacial Myology 2004.

Gesundheit braucht Verstand · auf YouTube

Zusammenhänge, verständlich erklärt.

Dr. Klaus-Jürgen Berndsen erklärt auf YouTube, wie Atmung, Schlucken und Kopfbalance mit vielen Themen zusammenhängen.

Die Videos laden erst, wenn du auf Abspielen klickst. Dann werden Daten an YouTube (Google) übertragen. Zum Kanal

Fragen

Kurz beantwortet.

Mit welchem FaceFormer fange ich an?

Du startest immer mit dem ZERO. Nach einigen Wochen übernimmt der ONE das Training am Tag, nachts trägst du weiter den ZERO. Kinder bis zehn Jahre trainieren durchgehend mit dem ZERO.

Wie oft und wie lange trainiere ich am Tag?

Dreimal täglich wenige Minuten, verteilt auf morgens, mittags und abends. Entscheidend ist die Regelmäßigkeit, nicht die Kraft.

Brauche ich eine Therapeutin oder einen Therapeuten?

Nicht unbedingt. Mit der kostenlosen App und den Übungsseiten kannst du auch allein trainieren. Empfehlenswert ist eine Praxis, wenn du nicht weiterkommst, Beschwerden abklären lassen oder dich professionell begleiten lassen möchtest. Sie erhebt einen Befund, stellt die passenden Module zusammen und korrigiert die Ausführung. Praxen findest du im Behandlerverzeichnis.

Wie lange dauert die Therapie?

Das hängt vor allem davon ab, wie lange ein Muster schon besteht. Rechne mit mehreren Monaten, bis es ohne Aufmerksamkeit läuft.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Den FaceFormer selbst übernehmen die Krankenkassen in der Regel nicht. Mehr zur Kostenübernahme

Alle Fragen

Quellen
  1. Lundberg JO, Farkas-Szallasi T, Weitzberg E et al. (1995). High nitric oxide production in human paranasal sinuses. Nature Medicine 1(4):370–373. Quelle
  2. Zipperer A et al. (2016). Human commensals producing a novel antibiotic impair pathogen colonization (Lugdunin). Nature 535:511–516. Quelle. Torres Salazar BO et al. (2023): Epifadin, Nature Microbiology.
  3. Abdel Hadi LA, Aburahma SK (2022). Effect of mouth breathing on dentofacial morphology, systematische Übersicht. Harvold EP et al. (1981): Primate experiments on oral respiration, Am J Orthod 79(4):359–372 (Tierversuch). Quelle
  4. Jean A (2001). Brain stem control of swallowing: neuronal network and cellular mechanisms. Physiological Reviews 81(2):929–969. Quelle
  5. Berndsen K-J. Trust the Triad; Berndsen K-J, Berndsen S: FaceFormer Trainings-Therapie, Manual zur Methodik, 2. Auflage 2024 (Modell der Methode).
  6. Schwan M (2007). Dissertation, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf; Korbmacher HM et al. (2004), Int J Orofacial Myology 30:39–52. Quelle
  7. Lear CS, Flanagan JB, Moorrees CFA (1965). The frequency of deglutition in man. Archives of Oral Biology 10:83–100 (24-Stunden-Messung: im Mittel 585, Spanne 203 bis 1008 Schlucke am Tag). DOI

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Bereit für das Training?

Die kostenlose FaceFormer-App leitet die Grundübungen an, zählt mit und erinnert dich an die Einheiten. Auf Wunsch begleitet dich eine Praxis aus dem Behandlerverzeichnis.

Das FaceFormer-Training zielt darauf, die Basisfunktionen Atmung, Schlucken und Kopfbalance mit Mundschluss und Zungenreferenzlage wieder physiologisch einzustellen, und schafft damit die Voraussetzung dafür, dass sich Beschwerden bessern können. Es ersetzt keine ärztliche Abklärung. Behandlerinnen und Behandler in deiner Nähe findest du im Behandlerverzeichnis.