Schlagwort-Archiv: Schmerzen

Der Griff zum Schnuller

Schnuller – Nicht empfehlenswert

Nuk, Mam, Avent, Luckydent-Schnuller (Dr. Boehm), pickmed-Schnuller was auch immer: Schnuller bleibt Schnuller – Alle diese scheinheiligen Beruhiger nehmen äußerst negativen Einfluss auf die Ausbildung der Kiefer und Funktionen. Atmung, Essen, Trinken, Schlucken, ja sogar die Belüftung der Ohren werden massiv gestört. Die Superlative, welche von den Herstellern den unterschiedlichen Formungen der Schnuller angedichtet werden, sind grotesk, unbewiesen und entspringen lediglich der Phantasiewelt des Promoters. Die künstlichen Nippel sollen tatsächlich eine „flache Form“ (wo die auch immer entstehen soll. Schlimm genug wär’s ohnehin.) entwickeln. Von Unterstützung des natürlichen Schluckreflexes und von Förderung des Trinkverhaltens ist die Rede. Auch soll sich eine beruhigende Wirkung in Verbindung mit einer positiven Kieferformung einstellen. Wir wollen nicht unterstellen, dass die selbsterklärten Fachleute hier auf Teufel komm raus lügen und konzedieren zu ihren Gunsten solche Attribute als Parolen der Unwissenheit.

Kleinkind mit SchnullerVergleichende Untersuchungen fehlen

Es ist keine einzige Publikation bekannt, die eine seriöse Vergleichsuntersuchung mit Schnullern dokumentiert. Natürlich könnte eine Ethikkommission solch einem fatalen Menschenversuch auch gar nicht zustimmen. Und selbst wenn die Ironie wo weit ginge, Schnuller in einem spektakulärer Versuch an unseren behaarten Verwandten zu erproben, wäre die Ergebnisübertragung auf den Menschen nur schwer zu verkaufen.

Also bleibt nur die Möglichkeit, eine Beurteilung mittels annähernder Logik herbeizuführen:
Schnuller bestehen aus einer Platte und einem keilförmigen Nuckel. Während die Platte als Stopper gegen zu tiefes Eindringen in den Mundraum wirkt, wird der Keil zwischen den Zahnreihen durchgeführt und reicht mit einer Länge von 2,5 bis manchmal 5 cm bis weit über die Zungenmitte in den Mundraum hinein.

Je weniger Schnullernutzung, desto besser!

Beim Baby haben die unbezahnten Alveolarfortsätze im hinteren Bereich (distal) aufliegenden Kontakt, während der frontale Bereich der Zahnreihe (mesial) im Unterkiefer leicht hinter der des Oberkiefers zurücksteht. Diese Position ermöglicht den Schneidezähnen sich später in Abscherposition aufzustellen. Der Keil eines Schnullers führt immer durch die frontale Zahnreihe in den Mundraum, wodurch sich Ober- und Unterkiefer voneinander entfernen. Nicht je weiter desto schlechter und je weniger desto besser ist hier entscheidend sondern einzig und allein – wenige Nutzung eines Schnullers ist gut, weniger ist besser, gar nicht ist am besten. Der langanhaltende Kontakt des Schnullerkeils mit Zahnreihen, Zunge und Gaumen führt zu gravierenden Deformierungen in diesem System. Gleichermaßen kommt es zu reaktiven Funktionsveränderungen: Die ständige Mundöffnung, ohne die schließlich gar kein Schnuller angewendet werden kann, führt sehr bald zur Angewöhnung der Mundatmung. Die Atemwege der Nase bilden sich dadurch nicht ausreichend aus. Als Folge kann eine lebenslange Einschränkung der gesunden Nasenatmung bestehen bleiben. Ebenso stellt sich im Mund kein Unterdruck ein: Eine wichtige Voraussetzung für die Ventilationssysteme zum Mittelohr und zu den Höhlen des Kopfes sowie zur Ausformung des Gaumens.

Schnuller hänt an DornenrankeJede Menge schädliche Folgen

Der Keil des Schnullers stört darüber hinaus die Bewegung der Zunge, die beim Speicheltransport, Essen und Trinken besonders wichtig sind. Sie entwickelt eine Kompensationsbewegung. Schon wenige Wochen reichen aus, damit falsche Bewegungsmuster automatisiert werden und notwendige Synchronisierungen von Muskelkettenfunktionen verhindern.
Bleibt letztlich noch die neurophysiologischen Auswirkungen zu bedenken: Der Mensch ist eine physiologische Frühgeburt und erwirbt die meisten Fähigkeiten von Bewegung, Sprache und Denken erst außerhalb des Mutterleibes. Wird während dieser Zeit die natürlich Entwicklung durch die Anwendung überflüssiger Hilfsmitteln gestört, fixieren sich im Gehirn falsche Muster. Sie führen dazu, dass sich im späteren Leben Störungen oder Erkrankungen ausbilden, die natürlich niemand mehr mit einer lang zurückliegenden Ursache in Verbindung bringt. Zahnfehlstellungen, Hörstörungen, Schmerzen etc. sind nur einige Beispiele dafür. Also besser alle Schnuller aus der Welt schaffen – Sie sind wie Convenience Food, dass den Erziehenden das Leben kurzzeitig etwas angenehmer machen soll. Die zu erwartenden Folgeschäden wiegen aber die wenigen gelassenen Stunden nicht auf.

Ein Schnuller optimiert keine Entwicklungen und Kinder, die ihn nicht kennen lernen, entgeht nichts was für sie wichtig wäre. Die Anwendungszeit der schädlichen Nippel übertrifft sogar die des Daumenlutschens. Während der Daumen zumindest dann aus dem Mund muss, wenn die Hände gebraucht werden, kann der Schnuller auch beim Hantieren noch im Mund verbleiben. Solche Daueranwendungen haben auch wahrlich nichts, aber auch gar nichts mit der so genannten „Oralen Phase“ zu tun. Im Gegenteil sie verhindert sogar die Variationsbreite von Erfahrungen, die über den Mund gemacht werden.


Nackenschmerzen

Hauptursachen für Nackenschmerzen und Rückenschmerzen

Ursache und Wirkung

Wie bei den meisten Schmerzphänomenen im menschlichen Körper, können auch für Schmerzen in der Region von Kopf, Schulter, Nacken und Rücken zahlreiche Ursachen angenommen werden. Mit einer Häufigkeit von ca. 99 Prozent sind aber Muskelverspannungen, die sich als Folgen von statischen Fehlhaltungen und Fehlbelastung einstellen, die Schmerzursache. Verschleiß ist die Folge dieser sich ständig wiederholenden Einflüsse. Hinzu kommen typische Abnutzungen, die mit zunehmendem Alter einhergehen. Für beide Fälle gilt, dass Verschleiß nicht grundsätzlich zu einem Schmerzproblem führen muss. Trotz degenerativer Veränderungen, bleiben wahrscheinlich die meisten Menschen überwiegend schmerzfrei. Bei den anderen hingegen stellen sich früher oder später Schmerzen ein, die intermittierend auftreten oder zu resistenten Dauerschmerzen (chronischen Schmerzen) werden.

Fehlhaltungen, überbelastete und verspannte Muskeln sind und bleiben Hauptursachen für Nackenschmerzen und Rückenschmerzen.

Wer ist betroffen?

Es drängt sich die Frage auf – Warum empfindet eine Gruppe früher oder später Schmerzen und die andere, trotz gleicher Verschleißerscheinungen, nicht?

  1. Ein wichtiger, immer zu berücksichtigender Grund, ist die individuelle Beschaffenheit und Veranlagung des menschlichen Individuums. Sie variieren in allen Facetten der körperlichen und psychischen Konstitution. Krankheit und Belastungen haben somit bei jedem Menschen völlig unterschiedliche Auswirkungen und Ausprägungen.
  2. Auch äußere Belastungen im Alltag oder am Arbeitsplatz und daraus resultierende Überbelastungen sowie Fehlbewegungen können ursächlich an dem Entstehen von Schmerzen beteiligt sein.
  3. Häufig gehen Schädigungen aber auch von fehlgeleiteten körpereigenen Funktionen aus. Trotz ihrer Fehler können sie Haltung und Bewegung gewährleisten, nehmen aber an unterschiedlichen Stellen negativen Einfluss. Solche Störungen entstehen meist schon in frühen Entwicklungsphasen der Menschen. Ein Zeitpunkt, zu dem unzählige komplexe Routinen erlernt werden, die alle willkürlichen und unwillkürlichen Funktionsabläufe steuern. Beispiele dafür sind das Stehen, das Laufen, das Fühlen, das Hören, das Sprechen, das Schlucken und die Atmung. Diese Fähigkeiten basieren auf einer Anlage, die der Mensch mit auf die Welt bringt. Spätere äußere Reize sorgen für eine differenzierte qualitative Entwicklung.

Kopfbalance

Zum Beispiel wird die Atmung selbstverständlich sofort nach der Geburt problemlos realisiert, da das Neugeborene sonst nicht lebensfähig wäre. In der Folge kann sich die Atmung aber zu einem falschen Atemmuster ausprägen. So stellt sich, die für den Menschen wichtige Nasenatmung, durch verschiedene negative Einflüsse zur Mundatmung um. Beide führen zwar zur notwendigen Atemluftversorgung. Atmet man gewohnheitsmäßig durch den Mund, findet die dringend erforderliche Reinigung, Erwärmung und Befeuchtung der Atemluft nicht statt. Darüber hinaus fehlen Impulse, die zur Entwicklung von Koordination der Atemmuskulatur und Lungenfunktion beitragen.

Somatische Routinen

Es sind äußere Störfaktoren und Irritationen, die korrekte Entwicklungen von Funktionen und Haltungen beeinflussen und diese durch Fehlfunktionen kompensieren. Letztere entwickeln sich zunehmen zur schädlichen Gewohnheit. Jede sich einstellende Gewohnheit (Automatisierung) wollen wir künftig mit dem Begriff „somatische Routine“ definieren. Somatische Routinen haben lebenslangen Bestand, und zwar unabhängig davon, ob sie korrekt oder falsch sind. Sind sie negativ, sollten sie korrektiv behandelt werden.
Persistierende falsche Funktionsmuster, abweichende Haltungen und Bewegungen, verursachen schließlich Schädigungen, die bei Überschreitung einer Toleranzschwelle zu Schmerzen führen können.

Dauernde Kompensation bewirkt Schädigung

Auf der Basis der o.a. Annahmen ist zu resümieren:

Die eine Gruppe leidet unter natürlichem altersbedingen Verschleiß. Der gesamte Organismus stellt seine Entwicklung darauf ein und es kommt zu ständigen Anpassungen (Adaption). Dieser normale Verlauf kann durch kurzfristige Überbelastungen, die dem Körper von außen zugefügt werden (z.B. schweres Heben) zwar gestört werden, der daraus resultierende Schmerz ist aber vorübergehend. Es liegt zwar eine Schädigung vor, Schmerzen werden aber seltener, geringer oder gar nicht empfunden.

Bei der anderen Gruppe bestehen resistente funktionelle Abweichungen, die durch fehlgeleitete „somatische Routinen“ kompensiert werden. Durch Verschlechterung der Haltung, Ausweitung der Belastungsstärke und der sich immer wiederholenden Fehlreize wird die Belastungsgrenze zunehmend, bis hin zum Schmerzbereich, überschritten. In solchen Fällen bleiben die Schmerzen in der Regel bei variierender Intensität andauernd bestehen (chronische Schmerzen).

Das folgende Beispiel kann den Zusammenhang von Kompensation und Schädigung noch einmal verdeutlichen: Wollen wir nach einer Beinverletzung weiter laufen, können wir dies durch „Humpeln“ kompensieren. Die ursprünglich gelernte Laufbewegung wird durch ein neues Bewegungsmuster ersetzt. Diese „somatische Routine“ führt zu einer funktionellen Umstellung und bewirkt eine Fehlbelastung des Gesamtsystems. Müssten wir sie über Wochen und Monate beibehalten, käme es zu Schäden an Gelenken, Bändern, Muskeln und zur Schädigung des korrekten Gangmusters.

Kompensation

Anhaltendes Kompensationsverhalten kann zur schädigenden Fehlbelastung führen.

Fehlfunktionen und Muster müssen korrigiert werden!

Dauerhaft bestehende Kompensationsbewegungen können nur aufgehoben werden, wenn Fehlfunktionen durch korrekte Bewegungsmuster und Haltungsmuster ersetzt werden. Die Umstellung ist ausschließlich durch ein spezielles und systematisches Training zu erreichen. Dieses ist konsequent bis zur Automatisierung zur positiven – somatischen Routine – durchzuführen.

Die Relevanz der Kopfbalance

Ein wesentlicher Faktor, der sich auf die gesamte Körperstatik auswirkt, ist eine instabile Kopfbalance. Sie ist wahrscheinlich eine der Hauptursachen für Schmerzen im Nacken, Gesicht und Rücken. Der aufrechte Gang des Menschen erfordert ein balanciertes statisches System. Abweichungen davon, führen zu sichtbar starken Belastungen von Halswirbelsäule, Lendenwirbelsäule, Hüftgelenk und Knie. Tatsächlich belasten sie die gesamte Körperstatik. Muskeln, Sehnen und Gelenke passen sich der falschen Haltung und Bewegung an. Das Problem wird durch ständige Reizauslösungen (Trigger) aufrechterhalten und verschlimmert.

Eine weitere abweichende Entwicklung, die stets einem völlig anderem Ursachenkomplex zugeordnet wird, sind die Zahnstellungsprobleme und die Kieferfehlstellungen. Kaum bekannt ist, dass auch diese durch abweichende Kopfbalance und begleitende Fehlfunktionen mitverursacht werden können. Zahnstellungen und Kieferformen verändern sich oftmals wieder zum Negativen, obwohl eine mehrjährige Behandlung erfolgte. Kopfhaltende, kopfstabilisierende, sowie andere wichtige Funktionsbereiche bleiben bei diesen rezidivierenden Behandlungsergebnissen oft unberücksichtigt. Aber gerade die Korrektur solcher Funktionen ermöglicht und festigt den dauerhaften Erfolg der kieferorthopädischen Behandlung.

Schmerztherapie

Dass sich die meisten Menschen Schmerzen keineswegs nur einbilden, muss grundsätzlich unterstellt werden. Sie leiden nicht selten unter unerträglichen Schmerzen. Kombinierte Schmerzbehandlungen (multimodale Schmerztherapie), die eine interdisziplinäre Behandlung von Patienten vorsehen, zielen u.a. auf die Behandlung chronischer Schmerzen ab. Die Anwendung von Schmerzmitteln, individuell für den Patienten angepasst, ist in der Regel erforderlich. Physikalische Behandlungen sind ein weiterer Bestandteil der Versorgung und in wenigen Ausnahmefällen kann eine Operation angezeigt sein.

Nackenschmerzen und Rückenschmerzen

FaceFormer Therapie bei Nackenschmerzen, Gesichtsschmerzen, Kopfschmerzen, Rückenschmerzen

Die Inhalte und Variationen physikalischer Behandlungen sind vielfältig. Sie zielen auf die Stabilisierung und Korrektur unterschiedlichster Muskelfunktionen und Bewegungsmuster ab.

Wenig Berücksichtigung finden jedoch die Funktionssegmente, die u.a. für die Kopfbalance, die Kieferbewegungen und die damit in Verbindung stehenden Auswirkungen auf Nacken, Schultergürtel und Rücken verantwortlich sind.

Die FaceFormer Therapie zielt auf alle wichtigen Funktionen ab, welche die Kopfhaltung und Kopfbalance und folgend die gesamte Körperstatik stabilisieren. Einbezogen werden komplexe Muskelkettenfunktionen, die für die Feinabstimmung des koordinierten Systems benötigt werden. Es sind u.a. auch Muskeln, die, der Zunge folgend, am Kopf ansetzen und ihn mit dem Rumpf des menschlichen Körpers verbinden. Erst korrigierte Spannungsverhältnisse dieses Systems ermöglichen eine ausgewogene Balance. Mit der FaceFormer Therapie wird gleichzeitig Einfluss auf die Funktionskreise von Kieferbewegung und Kieferposition sowie auf die Zungenbewegung und die Atmung, genommen. Sie unterstützt die notwendige Stabilität. Erst das korrekte Zusammenspiel dieser Funktionskreise stabilisiert das Gesamtsystem, wandelt negative Muster in positive Muster um und trägt dazu bei, den Rückfall in den alten Schmerzzustand zu verhindern.

Die FaceFormer Therapie ist bereits unzähligen Menschen mit Schmerzen zur schnellen und wirksamen Hilfe geworden. Zu beachten ist, dass nur durch konsequente und korrekte Anwendung (gem. Anleitung), das angestrebte Ziel – frei von Schmerzen zu sein- erreicht werden kann. Das Training wird so lange durchgeführt bis sich die notwendigen „somatische Routine“ (Automatisierung, Musterbildung) eingestellt hat.
Die Erfahrung hat gezeigt, dass die FaceFormer Therapie problemlos auch in die Behandlungskonzepte unterschiedliche medizinischer Disziplinen, wie z.B. Kieferorthopädie, Zahnmedizin, HNO-Medizin, Orthopädie, Kinderheilkunde sowie der Osteopathie, Physiotherapie und Logopädie integriert werden kann.

Dr. Klaus und Sabine Berndsen (Rehabilitologen)


Foto: Nächtliche FaceFormer-Anwendung

Anwendungen der FaceFormer-Therapie

Die FaceFormer-Therapie aktiviert Muskeln, Funktionen, Hirnnervenaktivitäten der Kopf-, Gesichts-, Mund-, Rachenregion. Diese Funktionsräume und ihre Mechanismen sind aufeinander abgestimmt, haben weitreichende Auswirkungen und unterstützen sich wechselseitig.

Störungen einer Funktion, können negative Auswirkungen in anderen Segmenten des Körpers verursachen. Die therapeutische Methode findet daher ein breites Anwendungsfeld. Unterschiedliche wissenschaftliche Untersuchungen konnten die Wirksamkeit der Therapie bei verschiedenen Störungen überzeugend belegen.

Das muss bei der FaceFormer-Therapie zur Gewohnheit werden: 1. Zungenspitze nach oben, 2. Nackenstreckung, 3. FaceFormer-Training

Das muss zur Gewohnheit werden

Die FaceFormer-Therapie kann als alleinige Behandlung oder zusammen mit anderen Methoden angewendet werden. Zur Begleitung der Therapie stehen ausgebildete und zertifizierte Ärzte und Therapeuten Verfügung.

Weiter lesen