Diabetischer Stoffwechsel

Wie kann FACEFORMER Therapie auf Diabetes einwirken?

Von bemerkenswerten Auswirkungen auf den Zuckerstoffwechsel hatte uns bereits 2011 ein Behandler berichtet. Eine Reihe seiner Patienten, die nach der FACEFORMER Methode trainierten, beobachteten erfreuliche Veränderungen ihres Blutzuckerspiegels.

Wir haben sehr viele Patienten, die wir mit der FACEFORMER Methode therapieren. Einige von Ihnen leiden auch unter Diabetes. Diabetische Patienten, welche die FACEFORMER Therapie aus völlig anderen Gründen angewendet haben, informierten uns, dass sich während der Behandlung ihr Blutzuckergehalt innerhalb von wenigen Tagen reduziert hat. Wir sollten dazu eine Erklärung abgeben. Spontan konnten wir keine Gründe nennen und wenden uns daher an Sie, da Sie Diabetes auf der Indikationsliste zur FACEFORMER Therapie vermerkt haben. Unsere Frage ist, ob Sie die beschriebenen Reaktionen kennen und kausale Zusammenhänge erklären können.

Dr. Klaus Berndsen erläutert mögliche Einflüsse von FaceFormer Training auf den diabetischen Stoffwechsel.

Dr. Klaus Berndsen erläutert mögliche Wirkmechanismen der FACEFORMER Therapie in Bezug auf Diabetes.

Allgemeines zur Diabetes

Bei Diabetes mellitus gelangt der für den Zellstoffwechsel wichtige Zucker nur unzureichend aus dem Blut in die Zellen. Entsprechend verbleibt zu viel Zucker im Blut. Infolge steht den Zellen von Muskeln, Leber, Nieren und Fettgewebe nur unzureichend Zucker für ihre Energiegewinnung zur Verfügung. Insulin ist für den Zuckeraustausch zwischen Blut- und Körperzellen erforderlich. Der Botenstosff senkt den Blutzuckerspiegel, indem es die Zellrezeptoren aktiviert und so die Zelle anregt, Glucose aus dem Blus aufzunehmen. Findet dieser Prozess nicht in ausreichendem Maße statt, erhöht sich der Blutzuckerspiegel. Fehlt Insulin, können die Zellen nicht ausreichend mit Zucker versorgt werden und bauen Fett ab. Es kommt zur Übersäuerung.

Diabetes Typ 1 und Typ 2

Das sind die Unterschiede

7,2%

Bevölkerungsanteil
mit Diabetes mellitus

10%

Anteil
Typ 1 Diabetes

90%

Anteil
Typ 2 Diabetes

Diabetes mellitus

Verbreitete Volkskrankheit

Diese Störung des Stoffwechsels wird in der Umgangssprache auch als Zuckerkrankheit bezeichnet. Die beiden verbreiteten Diabetes Typen 1 und 2 haben verschiedene Ursachen. Beide bewirken erhöhte Blutzuckerwerte, die das Risiko für zahlreiche Folgeerkrankungen stark erhöhen.

Diabetes Typ 1

Ursache Insulinmangel

Typ 1 Diabetiker produzieren in der Regel gar kein oder nur geringe Mengen Insulin. Aufgrund des Mangels an Botenstoff nehmen die Körperzellen zu wenig Glucose aus dem Blut auf. Herzinfarkt, Schlaganfall, Schäden an Netzhaut und Nerven, Nierenerkrankungen, Parodontitis, Hautstörungen und sogar Depressionen zählen zu den zahlreichen Folgeerkrankungen, die aus dem Blutzuckerüberschuss entstehen können.

Übliche Behandlung

Das Insulindefizit kann ausgeglichen werden, indem lebenslang künstliches Insulin angewandt wird.

Diabetes Typ 2

Ursache Insulinresistenz

Bei Diabetikern vom Typ 2 ist im frühen Stadium ausreichend Insulin vorhanden. Die Empfindlichkeit der Zellen für den Botenstoff hat aber nachgelassen. Infolge nehmen die Zellen lebenswichtigen Zucker nur unzureichend auf. Die fortschreitende Insulinresistenz wird durch wachsenden Ausstoß an Botenstoff ausgeglichen. Sobald die produzierte Insulinmenge nicht mehr hinreicht, treten die bekannten Symptome der Diabetes mellitus auf.

Übliche Behandlung

Die meisten Betroffenen können bereits durch Änderung ihres Lebensstils den Prozess der Insulinproduktion positiv beeinflussen. Ausgewogene Ernährung und körperliche Aktivität beeinflussen den Stoffwechsel des ganzen Organismus.

Wo FACEFORMER Training auf den Stoffwechsel wirkt

FACEFORMER Methode bei Diabetes

1 | Verbesserung der Nasenatmung

Wichtige Ziele der FaceFormer Therapie

  • Nasenatmung optimieren
  • Mundatmung reduzieren

Regelmäßige physiologische Nasenatmung sorgt für eine optimale Versorgung der Lunge (Alveolen) mit Atemluft. In den Alveolen diffundiert der Sauerstoff in die roten Blutkörperchen, mit denen er zu den Zellen gelangt. Er bestimmt die primäre Zellversorgung und den Stoffwechsel in ihr. Eine Verbesserung des Stoffwechsels innerhalb der Zelle optimiert insgesamt die Zellaktivität und die Aufnahmefähigkeit des im Blut vorhandenen Zuckers.

2 | Aktivierung von Hirnnervenfunktionen

Aktivierung von Hirnnervenfunktionen mit Auswirkungen auf Hirn- und Stammhirnfunktionen sowie auf Neurotransmitterbildung

Mit der FaceFormer Therapie werden solche Hirnfunktionen rhythmisch angeregt, die im Umfeld des Stammhirns lokalisiert sind. Von dieser Region aus werden sämtliche lebenswichtigen Funktionen und lebenswichtigen Organe gesteuert. Durch die Anwendung der FaceFormer Therapie können solche Vorgänge optimiert werden und Einfluss auf die Regulierung der Insulinproduktion und anderer Stoffwechselvorgänge ausüben.

3 | Einfluss auf die Bauchspeicheldrüse

Andere Einflüsse der FaceFormer Therapie auf Hirnnervenfunktionen

Einfluss auf den Nervus Vagus in der Region von Mund- und Racheraum. Neben zahlreichen viszeralen Funktionen steuert der N. Vagus auch die Pankreasaktivität. Die Beta-Zellen in der Langerhans-Insel der Pankreas sind dafür zuständig. Die interaktive Reizaktivität auf den N.Vagus in der Mund-, Rachenregion (angeregt durch Muskel- Schleimhautreize – bewirkt durch kinetische Funktionsanregung und Unterdruckbildung) könnten die visceralen Funktionen positiv beeinflussen und die Insulinbildung begünstigen.

4 | Anregung der Stoffwechselaktivität

FaceFormer Training regt Speichelbildung an

Beim FaceFormer Training sind Schluckaktivität und Speichelbildung erhöht. Mit dem Speichel sind die darin enthaltenen Enzyme, sogenannte Amylasen, ebenso größerer Menge verfügbar. Diese sind maßgeblich am Abbau von Polysachariden, entsprechend am Zuckerstoffwechsel, beteiligt. Die Enzyme können auch die Traubenzuckerbildung im Dünndarm so verändern, dass sich eine positive Wirkung auf den Stoffwechsel und die Insulinbildung einstellt.

Unsere Erklärung zur Auswirkung der FACEFORMER Therapie auf Diabetes

Wir glauben, dass sich die FACEFORMER Therapie auf mindestens vier Bereiche auswirkt, die einen Einfluss auf Diabetes haben können.

  1. Ein Ziel der FACEFORMER Methode ist die Verbesserung und die Habitualisierung der Nasenatmung: Eine regelmäßige und physiologische Nasenatmung sorgt für eine optimale Versorgung der Lunge (Alveolen) mit Atemluft. Über die Alveolen diffundiert der Sauerstoff in die roten Blutkörperchen. Über diese gelangt er zu den Zellen. Er bestimmt die primäre Zellversorgung und den Stoffwechsel in ihr. Eine Verbesserung des Stoffwechsels innerhalb der Zelle optimiert insgesamt die Zellaktivität und die Aufnahmefähigkeit des im Blut vorhandenen Zuckers.
  1. Aktivierung von Hirnnervenfunktionen mit Auswirkungen auf Hirn- und Stammhirnfunktionen sowie auf Neurotransmitterbildung: Mit der FACEFORMER Therapie werden solche Hirnfunktionen rhythmisch angeregt, die im Umfeld des Stammhirns lokalisiert sind. Von dieser Region aus werden sämtliche lebenswichtigen Funktionen und lebenswichtigen Organe gesteuert. Durch die FACEFORMER Therapie können solche Einflüsse offensichtlich optimiert werden. Eine Regulierung der Insulinproduktion und anderer Stoffwechselvorgänge könnten eine Folge sein.
  1. Andere Einflüsse der FACEFORMER Therapie auf Hirnnervenfunktionen: Einfluss auf den Nervus Vagus in der Region von Mund- und Racheraum. Neben zahlreichen viszeralen Funktionen steuert der N. Vagus auch die Pankreasaktivität. Die Beta-Zellen in der Langerhans-Insel der Pankreas sind dafür zuständig. Die interaktive Reizaktivität auf den N.Vagus in der Mund-, Rachenregion (angeregt durch Muskel- Schleimhautreize – bewirkt durch kinetische Funktionsanregung und Unterdruckbildung) könnten die visceralen Funktionen positiv beeinflussen und die Insulinbildung begünstigen.
  1. FACEFORMER Therapie regt Speichelbildung an: Beim FACEFORMER Training erhöhen sich Speichelbildung und Schluckaktivität maßgeblich. Dadurch stehen wesentlich mehr Enzyme (Amylase) zur Verfügung. Diese sind an dem Abbau von Polysachariden, entsprechend am Zuckerstoffwechsel, beteiligt. Die Enzyme können auch die Traubenzuckerbildung im Dünndarm so verändern, dass sich eine positive Wirkung auf den Stoffwechsel und die Insulinbildung einstellt.

FACEFORMER Therapie als komplementäre Anwendung

Tatsächlich haben wir in der eigenen Praxis, ebenso wie andere Behandler schon viele Male ähnliche Rückmeldungen von Patienten erhalten, die ähnlich Erfahrungen gemacht hatten. Daher empfehlen wir auch, die FACEFOEMR Therapie auch bei Diabetes als komplementär Therapie zur Standardbehandlung anzuwenden.

Einfluss auf Diabetes

Wahrscheinlich ergänzen sich die Einflüsse oder es kommen noch andere hinzu. Die angeführten Erklärungsansätze von FACEFORMER Anwendung und beobachteten Erfolgen bei der Behandlung von Diabetes erscheinen zwar plausibel. Dennoch bleiben sie zunächst hypothetisch, solange keine weitere systematische Untersuchung darüber angestellt wurde. Die Kontrolle der Abläufe würde sich vergleichsweise einfach gestalten, weil diabetische Patienten regelmäßige Blutmessungen an sich vornehmen und meist protokollieren. Ergebnisse aus Verlaufsbeobachtungen und -untersuchungen durch Behandlern, die FACEFORMER Therapie anwenden, könnten weitere Hilfe für betroffene Patienten sein. Wir freuen uns über jede Anwenderbeobachtung und werden solche nach und nach zusammenstellen und auswerten.

Bei Patienten, die FaceFormer-Training ausübten, wurde eine Absenkung des Blutzuckerspiegels beobachtet.